Baustelleneinrichtungskosten

von Monika

Hallo,


zum ersten Mal lese ich von einer solchen Gebühr.

In meinem Haus muss ein Kellerraum wg. Feuchtigkeit saniert werden. Für die "Anlieferung und Bereithaltung der Geräte" will ein Anbieter pauschal 190 Euro haben.

Da der Raum von innen saniert wird, muss er also nicht mit Bagger u.ä. anrücken.

Der Anbieter erklärte mir, dass die Ansetzung von Kosten für Werkzeug absolut üblich seien.

Mein Heizungsinstallateur, der mir gerade die Heizung erneut hat, sagte mir, solche Kosten zu berechnen wäre absolut "unüblich".

Wer hat denn nun Recht?

Antwort:

Hallo Monika,

meine kurz und bündige Antwort: Der Heizungsinstallateur hat NICHT recht.

Ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass auch der Heizungsinstallateuer mit ähnlichen Kosten kalkuliert. Möglicherweise hat dieser aber seine Kosten irgendwo "versteckt".

Sogenannte Vorhaltekosten, Werkzeugkosten oder Baustellengemeinkosten sind also grundsätzlich sehr wohl üblich und werden immer in irgendeiner Form in Rechnung gestellt.

Diese Kosten beziehen sich dabei entweder auf eine bestimmte Zeit (z.B. Vorhaltung für vier Wochen) oder die Kosten werden schon beim Angebot in die angebotenen Einheitspreise eingerechnet.

Nur bei größeren Bauvorhaben werden die Baustellengemeinkosten extra ausgewiesen, wobei hier die Kosten dafür normalerweise einen bestimmten Prozentsatz der Gesamtbaukosten ausmachen.

Sollte ein Trocknungsgerät defekt werden, wird die Trocknungsfirma das Gerät übrigens kostenlos austauschen, ohne eventuell anfallende Anfahrts- oder Manipulationskosten zu verrechnen. Und das ist nur ein Beispiel, warum deratige Baustellengemeinkosten berechtigt sind.

Mehr Erfolg beim Hausbau!

Wilfried Ritter
Autor und Herausgeber

BaukostenManager.com
HausbauManager.com
HausbaukostenBuch.com

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