Beim Hausbau selbst anpacken - Eigenleistungen realistisch einschätzen

von Lisa Ferdinand
(Munich)

Wer beim Hausbau selbst mit anpackt, kann richtig viel Geld einsparen. Aber die sogenannte Muskelhypothek kann auch schnell zur Kostenfalle werden, wenn man sich überschätzt. Die Kosten für den Hausbau zu planen, ist oftmals nicht einfach. Um alle Wünsche für das eigene Traumhaus zu verwirklichen, ist die Gefahr groß, die eigenen finanziellen Mittel zu überschätzen. Um so größer ist die Versuchung, vieles über die sogenannte Muskelhypothek zu finanzieren. Für manche Bauherren ist dies aber ein Trugschluss, der am Ende zu einem bösen Erwachen führen kann.

Eigenleistungen – Was traue ich mir und meinem Umfeld zu?

Zunächst ein mal sollte man sich im Klaren darüber sein, dass jede Eigenleistung ein enormen Zeitaufwand mit sich bringt. In der Regel braucht man als Laie viel länger als ein gelernter Handwerker. Zudem bedeutet dies zusätzlichen Stress, welcher eine Belastung für die gesamte Familie und auch das Arbeitsumfeld bedeuten kann.


Man sollte vor allem ehrlich zu sich sein und sein handwerkliches Geschick realistisch einschätzen. Außerdem sollte man auch bei Freunden und Bekannten nachfragen, ob deren Hilfe in Anspruch genommen werden kann.

Nicht alles sollte man selbst machen

Es gibt viele Bereiche beim Hausbau wovon man als Laie die Finger lassen sollte. Zum Beispiel die Sanitär- oder Elektroinstallationen sollten immer von einem Fachmann durchgeführt oder zumindest begleitet werden. Sollte man hierbei Fehler machen, können diese sich auf den gesamten Hausbau negativ auswirken.

Wenn Folgewerke durch Verzögerungen nicht rechtzeitig beginnen können, ist der Ärger vorprogrammiert. Doch noch viel schlimmer ist es, wenn erst später Mängel festgestellt und aufwendig nachgebessert werden müssen. Spätestens dann wird es richtig teuer und es besteht sogar die Gefahr, dass man evtl. Gewährleistungsansprüche verliert.

Was kann man als Laie selbst machen?

Zu den klassischen Eigenleistungen gehören die Maler- und Fußbodenarbeiten, welche von versierten Hobby-Handwerkern selbst erledigt werden können. Aber auch diese Gewerke verlangen einem durchaus handwerkliches Geschick ab. Außerdem sollte man sich mit den Bauträgern oder Handwerkern abstimmen, damit keine Missverständnisse aufkommen.

Sehr hilfreich ist es zudem, sich zuvor entsprechende Tipps und Ratschläge von Profis zu holen. Oftmals können auch Erfahrungsberichte von anderen Bauherren hilfreich sein. Diese können z.B. auf einem gut geführten Bautagebuch im Internet nachgelesen werden.

Wieviel Kosten können eingespart werden?

Bei den o.g. klassischen Eigenleistungen besteht im Schnitt ein Einsparungspotential von ca. 5.000 €. Je nach Größe des Hauses und verwendeten Materialen, kann diese Zahl natürlich stark variieren. Eine Summe die nicht zu verachten ist und durchaus in die Kostenplanung des Hauses mit einfließen kann. Wer also mit Vernunft und Engagement an die Sache herangeht, kann sich am Ende auf etwas mehr Geld im Geldbeutel freuen.

Kommentare für Beim Hausbau selbst anpacken - Eigenleistungen realistisch einschätzen

Durchschnittliche Bewertung starstarstarstarstar

Hier klicken, um Ihren eigenen Kommentar abzugeben

Bewertung
starstarstarstarstar
Eigenleistungen beim Hausbau
von: Wilfried

Danke für den interessanten Beitrag.

Wilfried Ritter

Autor und Herausgeber
www.HausbauManager.com
www.BaukostenManager.com

Hier klicken, um Ihren eigenen Kommentar abzugeben

Sie möchten selbst etwas schreiben? Einfach hier klicken zu Forum Beitrag