Die Funktionsweise und Vorteile einer Fußbodenheizung

von Lea Hoffmann
(Online Redakteurin bei Kesselheld.de)

Sie ermöglicht Hausbewohnern auch im Winter barfuß über einen warmen Boden laufen zu können. Zudem verteilt Sie auf der gesamten Etage gleichmäßig die Wärme. Sie punktet durch ihre platzsparenden Eigenschaften indem sie quasi im Boden verschwindet. Eine Fußbodenheizung bietet so jedem Eigenheimbesitzer eine wohlige Atmosphäre und ein angenehmes Raumklima.

Wie funktioniert die Fußbodenheizung?

Die Fußbodenheizung gehört in seiner Funktionsweise zu den Flächenheizungen. Sie strahlt eine bestimmte Fläche, in diesem Fall den Boden, mit Wärme an. Der Boden gibt die Wärme dann gleichmäßig an den Raum ab. Für den reibungslosen Ablauf dieses Prozesses ist unter anderem die sogenannte Thermik verantwortlich. Mit dem Begriff Thermik bezeichnet man das physikalische Phänomen, dass warme Luft nach oben steigt. Außerdem müssen Sie beim Einsatz der Fußbodenheizung mit einem Niedertemperatursystem arbeiten, sparen dementsprechend Kosten.


Doch dies ist nur einer der zahlreichen Vorteile einer Fußbodenheizung. Bevor wir näher auf die weiteren Vorzüge der Flächenheizung eingehen, beschäftigen wir uns zunächst mit den unterschiedlichen Systemen.

Die Heizsysteme

Die oberbegrifflich bezeichneten Fußbodenheizungen lassen sich zwischen zwei Ausführungen unterscheiden. Zum einen gibt es die wasserführende und zum anderen die elektrisch betriebene Variante.

1) Die Warmwasserfußbodenheizung arbeitet mit im Boden verlegten Rohren. Diese werden schlangenförmig im gesamten Raum, bzw. auf der gesamten Etage verlegt. Wie der Name schon verrät, wird zur Inbetriebnahme warmes Wasser durch die Rohrleitungen gepumpt. Dieses ist zuvor mit einem konventionellen Heizkessel erwärmt worden. Dafür können Sie auf den Brennstoff Ihrer Wahl setzen, sind also nicht an einen bestimmten Energieträger gebunden.

2) Bei der elektrischen Fußbodenheizung verlegt der Monteur keine Rohre, sondern Kabel oder Heizmatten. Im Gegensatz zur wasserführenden Variante arbeitet sie mit elektronischen Wärmeleitern. Da ein Stromanschluss zum Betreiben reicht, können Sie auf einen Heizkessel verzichten. Da Strom als Heizmittel oft teurer ist als das Nutzen herkömmlicher Brennstoffe, setzen viele Besitzer auf Nachtstromspeicher. Nachtstromtarife sind deutlich niedriger und bieten somit eine einfache Möglichkeit, Geld zu sparen.

Beide Heizsysteme haben eines gemeinsam: Sie bieten zahlreiche Vorteile für Ihre Nutzer. Dies sind die wichtigsten Vorteile der Fußbodenheizung im Überblick:

Die Vorteile

1) Energie sparen durch das Niedertemperatursystem: Die Maximalwerte für die Oberflächentemperatur sind festgelegt. Die Fußbodentemperatur darf im Aufenthaltsraum nicht mehr als 29°C betragen. So sind Sie an einen Betrieb mit Niedertemperatur gebunden und sparen Heizkosten.

2) Verändertes Wärmeempfinden: Aufgrund der gleichmäßigen Wärmeverteilung nehmen die Hausbewohner die etwas niedrigeren Raumtemperaturen als wärmer wahr. Dies paart sich gut mit dem Niedertemperatursystem. Es stellt so keinen Nachteil dar. Bei geringerem Heizaufwand erzielen Sie das gleiche Wärmeempfinden. Dies ist nicht nur schonend für den Geldbeutel, sondern auch für die Umwelt.

3) Gleichmäßige Wärmeverteilung: Mit einer Fußbodenheizung verteilt sich die Wärme gleichhmäßig von der gesamten Bodenfläche. Zum einen verhindert dies die Entstehung von Zugluft und zum anderen ist die Qualität der Raumluft weitaus besser. Anders als mit herkömmlichen Heizkörpern besteht die Wärme nämlich zu etwa zwei Dritteln aus angenehmer Strahlungswärme.

4) Warme Füße: Dieser Aspekt fällt jedem vermutlich als erstes zur Fußbodenheizung ein. Verständlich, denn wer würde es nicht genießen, nach einem kalten Wintertag nach Hause zu kommen, die Schuhe auszuziehen und barfuß über einen beheizten Boden zu laufen. Ein ganz klares Plus in puncto Wohlfühlatmosphäre.

5) Eignung für Allergiker: Last but not least, unter Verwendung einer Fußbodenheizung kommt es kaum zu Staubaufwirbelungen. Gerade für Stauballergiker ist dies ein ausschlagendes Kriterium bei der Wahl des passenden Heizsystems. Doch auch für Nicht-Allergiker lohnt sich die Installation der Flächenheizung. Neben weniger Staubflug sorgt sie nämlich auch für ein geringeres Austrocknen der Luft.

Weitere Infos, auch zu anderen Heizungssystemen, finden Sie hier.

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