Die passende Heizung finden

von Leonard Tekstra
(Köln)

www.Kesselheld.de

www.Kesselheld.de

Wer ein Haus bauen möchte, dem stellt sich früher oder später eine entscheidende Frage: Welches Heizungssystem ist das Beste für meinen Bedarf? Eines vorab: Die eine beste und passende Heizung gibt es nicht. Die Entscheidung, mit welcher Art geheizt werden soll, ist daher immer eine individuelle.


Im Folgenden werden daher verschiedene Heizungstypen vorgestellt und deren Vor- und Nachteile aufgezeigt.

1) Pelletheizung

Wer sich in seinem Eigenheim für eine Pelletheizung entscheidet, macht sich dadurch ein stückweit unabhängig von den endlichen Ressourcen der Welt. Zwar ist auch Holz nicht ewig vorhanden jedoch wird in absehbarer Zeit keine Knappheit auftreten. Dadurch kann ein ziemlich konstanter Preis in die Prognose einfließen, der keinen größeren Schwankungen unterliegt wie es bei Gas oder Öl der Fall ist. Da auf fossile Brennstoffe verzichtet wird stellt das Heizen mit Pellets darüberhinaus einen sehr umweltfreundlichen Prozess dar.

Dem gegenüber steht ein recht hoher Anschaffungspreis, durchschnittlich 17.000 €. Je nach Förderung, Lager und Montage muss der Bauherr tiefer in die Tasche greifen. Ein weiterer Faktor ist, dass die Holzpellets Platz brauchen. Dies sollte keinesfalls außer Acht gelassen werden. Daher sollte bereits beim Bau darauf geachtet werden, dass ausreichend Raum für die Lagerung aber auch die Befüllungs- und Fördertechnik gegeben ist.

2) Wärmepumpe

Der größte Vorteil bekleidet die Tatsache: Erdwärme ist kostenlos.

Dadurch gelingt es mit einem vergleichsweisen kleinen Einsatz von Strom eine große Menge Energie zu gewinnen. Oft werden sogar gezielte Stromtarife für eine Wärmepumpen von den Versorgern angeboten. Ein weiteres Plus ist, dass im Nachhinein kaum Wartungsarbeiten nötig sind und die Betriebsdauer der Heizung sehr lang ist.

Allerdings sollte beachtet werden, dass sowohl der Bau als auch die Einrichtung sehr kostenintensiv sind. Neben den reinen Produktkosten ist auch zwingend darauf zu achten, dass während des Baus eine ausreichende Fläche für die Bohrungen vorhanden ist. Weiter ist darauf hinzuweisen, dass die Energiegeeffizienz mit der Dämmung des Hauses einher geht. Je besser die Dämmung, desto besser kann die Energie genutzt werden.

3) Solarthermie

Auch die Solarthermie nutzt die Umwelt als Energielieferant und greift so auf eine sehr umwelt- und klimaschonende Art der Energiegewinnung zurück. Dafür sprechen neben der recht kurzen Montage vor allem die niedrigen Heizkosten. So spielen die Preisvorgaben der großen Energiekonzerne keine Rolle mehr und es gibt nach wie vor interessante Fördermöglichkeiten.

Während die Abhängigkeit zu den Energiekonzernen sinkt, steigt sie zur Umwelt. Je nach Lage, Witterung und Tageszeit schwankt die Effizienz der Solarthermie erheblich. Auch der Winkel zur Sonne muss stimmen. Zwar kann man diesen mit Verankerungen herstellen, doch auch dies bringt wie die regelmäßige Reinigung und Wartung erneut Mehrkosten mit sich. Auch sollte beachtet werden, dass die Anbringung in stark besiedelten Gebieten kaum möglich ist.

4) Fernwärme

Das Heizen mittels Fernwärme besticht durch eine einfach und unkomplizierte Handhabung, die Wärme kommt nach Hause geliefert. Dadurch bedarf es keiner großen baulichen Anstrengungen. Die Fernwärme kommt ohne Heizkessel oder großes Heizungssystem aus. Daher entfallen auch die Wartung und Besuche des Schornsteinfegers. Da der Heizprozess keinerlei Abgase fördert wird auch kein überschüssiges CO2 ausgestoßen.

Auf der anderen Seite steht aber eine gewisse Energieineffizenz, da bei den teilweisen langen Transportwegen eine Menge Energie verloren geht. Weiter schlägt negativ zu Buche, dass die Anlagen meist noch an endliche Brennstoffe geknüpft sind und sich nicht 100% selbst tragen können. Auch entsteht durch die Fernwärme eine gewisse Abhängigkeit des Empfängers. Zum Einen durch eine eingeschränkte Kombinationsmöglichkeit zu Brennwerttechniken, zum Anderen zum jeweiligen Anbieter, da ein Wechsel kurzfristig nicht möglich ist.

5) Gas- und Ölheizung

Für beide Heizungsarten gilt prinzipiell das gleiche. Beide sind technisch auf dem selben, hochwertigen Stand und sind effizient in der Energiegewinnung. Weiter ist positiv, dass die Anschaffungskosten im Vergleich zur Konkurrenz deutlich günstiger sind und auch Wärme aus den Abgasen gewonnen werden kann.

Allerdings muss auch bedacht werden, dass es sich bei Öl und Gas um endliche Brennstoffe handelt, die nicht ewig verfügbar sein werden. Daher wird der Preis für diese Güter in Zukunft steigen, was wiederum eine finanzielle Belastung darstellt. Aber auch heutzutage kann durch bspw. Krisen und Kriege in der Welt die Verfügbarkeit beeinträchtigt werden.

Die passende Heizung muss also ein jeder für sich selbst finden und für sich beantworten auf welchen Attributen der Fokus liegen soll.

Allerdings sollte man sich frühzeitig Gedanken darüber machen, prüfen, was fürs eigene Heim realisierbar ist, und ein konkretes Angebot einholen. Auf der Heizungs-Plattform www.kesselheld.de haben Häuslebauer die Möglichkeit, sich ein unverbindliches Heizungsangebot inklusive Montage einzuholen.

Hier klicken zum Senden von Kommentaren

Sie möchten selbst etwas schreiben? Einfach hier klicken zu Forum Beitrag