Ein Gartenhaus selbst bauen

von Hagen Petters
(Hamburg)

Ein Gartenhaus selbst bauen

Ein Gartenhaus selbst bauen

Ein Gartenhaus offenbart vielfältige Möglichkeiten. Eigenheimbesitzer, mit einem kleinen Fleckchen Grün, nutzen die praktische Stellgelegenheit für die Gerätschaften. Wer einer Pachtgemeinschaft angehört und die meiste Zeit lieber draußen, als in seiner Mietwohnung verbringt, der richtet sich am liebsten ganz, wie zu Hause ein. Damit die persönlichen Erwartungen in Erfüllung gehen, muss das Vorhaben gut durchdacht sein. Mit dem passenden Bausatz können selbst Hobbyhandwerker alles im Alleingang bewerkstelligen. Trotzdem sollten auch hier einige Hinweise Beachtung finden. In jedem Fall zahlt sich Qualität später doppelt aus.

Gut durchdacht spart Zeit und Geld

Vor dem Beginn des Bauvorhabens, muss alles wohl überlegt sein. Es stellt sich die Frage, welchen Nutzen das Gartenhaus später überhaupt erfüllen soll. Wer große Flächen bewirtschaftet und riesige Gerätschaften, wie Rasentraktor Ersatzteile lagert, braucht viel Platz. Dient der Raum eher für das gemütliche Miteinander, erhält die richtige Dämmung einen gehobenen Stellenwert. Das passende Material ist schon im Vorfeld abzuklären.


Aufwendige Umbaumaßnahmen kosten viel Geld. Ein Fertigbausatz erspart den Ärger. Auch die Konstruktion eines kleinen Gartenhauses muss der Statik gerecht werden. Langes Kopfzerbrechen fällt aus. Alle Bestandteile sind genau aufeinander abgestimmt. Da kann wirklich nichts mehr schief gehen. Übrigens, das fertige Gartenhaus gibt es schon in modernen Designs, die auch bezüglich des Komforts keine Wünsche offen lassen.

Die Genehmigung

Der Gang zu den Behörden ist in jedem Fall notwendig. Die Voraussetzungen für die Genehmigung fallen je nach Bundesland ganz unterschiedlich aus. Wesentliche Faktoren bestimmen sich durch die spätere Nutzung und die damit verbundene Größe. Ein kurzer Blick in die Landesordnung gibt Aufschluss, ob überhaupt begonnen werden darf. Die zusätzlichen Auflagen der Gemeinde hält das Bauamt parat. Die Information wird verbindlich und kostenlos erteilt. Zu dem Termin braucht es die Planzeichnung des Gartenhauses und den Grundriss der dazugehörigen Landfläche. Auch der ausreichende Abstand zu den Nachbarn muss eingehalten werden.

Die optimale Materialwahl

Die richtige Materialwahl bestimmt sich nachdem späteren Einsatzzweck und dem ausgesuchten Standort. Die Wandstärke ist ausschlaggebend für Stabilität und Dämmung. Ein einfacher Geräteschuppen braucht viel weniger, als eine komfortable Unterkunft für private Feierlichkeiten. Auch in stürmischen Breitengraden darf nicht gespart werden. Das Angebot für Blockbohlenhäuser geht mit 19 bis zu 100 Millimetern perfekt auf die jeweiligen Bedürfnisse ein. Aus preislicher Perspektive sind die Grenzen nach oben offen. Kleine Unterstellgelegenheiten sind für wenige Hundert Euro zu haben. Gehobene Ansprüche bezüglich des Komforts können schon 10.000 Euro kosten.

Die Wahl des richtigen Standorts

Die richtige Standortwahl ist ausschlaggebend für die Langlebigkeit der verwendeten Materialien. Ständige Feuchtigkeit greift das Holz an. Ein sonniger Platz ist besser als Schatten mit vielen Bäumen.

Das Fundament

Wurde alles richtig abgeklärt, kann der Bau beginnen. Zuerst kommt immer das Fundament dran. Bei der optimalen Umsetzung muss die Beschaffenheit des Bodens einkalkuliert werden. Eine Betonplatte oder ein Streifenfundament belegt absolute Stabilität. Darüber werden einfache Gehwegplatten ausgelegt. Wichtig ist, dass die untere Holzschwelle oder die Pfosten nicht in direkter Verbindung zum Erdreich stehen. Ansonsten schadet die aufsteigende Feuchtigkeit dem Gartenhaus.

Der Baubeginn

Zunächst wird der Boden 25 Zentimeter ausgehoben. Danach kommt Splitt in die fertiggestellte Grube. Eine feine Schicht aus Kies oder Sand sorgt dafür, dass die Gehwegplatten gerade liegen. Fällt die Wahl auf ein Streifenfundament, werden nur die Außenwände richtig gegossen. Hierfür braucht es eine ausreichende Tiefe von 60 Zentimetern. Für den restlichen Untergrund muss sichergestellt werden, dass der Boden auch trocken bleibt. Eine einfache Kunststofffolie reicht vollkommen aus. Zur Belüftung werden Hohlräume gelassen. Nur wenn die Feuchtigkeit abziehen kann, droht kein Schimmel.

Die Konstruktion

Mit der Konstruktion sind die Blockbohlen oder Pfosten gemeint, die das Gartenhaus eben ausmachen. Mit der Perspektive auf eine langfristige Investition darf an Qualität nicht gespart werden. Fichte ist gleichermaßen stabil wie preisgünstig. Für die nachträgliche Außenverkleidung bietet die optimale Wahl gleich mehrere Möglichkeiten. Am häufigsten fällt die Entscheidung auf Lärche oder Kiefer. Gerade an dieser Stelle sollte die Empfehlung für einen Fertigbausatz nochmals erfolgen. Sämtlich Bestandteile müssen einfach nur ineinander gesteckt werden.

Probleme schon vorher erkennen

Das häufigste Problem für Gartenhäuser liegt in den sogenannten Setzungserscheinungen. Durch Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit quellen die Materialien auf oder ziehen sich zusammen. Später klemmen dann Fenster und Türen. Damit es erst gar nicht so weit kommt, sollte zwischen den Blockbohlen einige Zentimeter Platz gelassen werden. Auch ein ausreichend großer Dachüberstand erspart böse Überraschungen.

Der Anstrich

Im Vorfeld sollte immer eine Grundierung aufgetragen werden. Das Holz wird resistent gegenüber Feuchtigkeit und den negativen Einflüssen der Witterung. Damit wirklich sämtliche Ecken und Kanten in den Genuss kommen, ist es ratsam, diesen Arbeitsschritt schon vor dem Aufbau durchzuführen. Erst wenn alles zur Zufriedenheit fertiggestellt wurde, kommt der schlussendliche Anstrich dran.

Die Beleuchtung

Soll das Gartenhaus beleuchtet werden, ist ein Stromanschluss zwingend notwendig. Die entsprechenden Erdkabel gibt es auch im Baumarkt. Bei der Sicherheit hört das Sparen jedoch auf. Der Hobbyhandwerker lässt lieber die Finger davon. An dieser Stelle muss die Unterstützung eines Fachmanns unbedingt eingeholt werden.

Das Dach

Das Dach hat bei den meisten Fertigbausätzen nur eine mindere Wertigkeit. Einfach Pappe erweist sich später als unzureichend. Zusätzliche Wellplatten oder Schindeln sehen nicht nur optisch besser aus, das stabile Material trotz auch Wind und Wetter bis zu einem erstaunlichen Grad. Mit einer Regenrinne kann Wasser in einer Tonne oder Zisterne gesammelt werden. Die kostengünstige Lösung für trockene Zeiten lohnt sich in jedem Fall.

Die Versicherung

Wer auf eigenem Boden baut, braucht in der Regel keinen extra Vertrag abzuschließen. Das Gartenhaus gehört rechtlich zum Wohngebäude. Die Innenausstattung fällt in die bereits bestehende Hausratversicherung. Für Inhaber eines Schrebergartens sieht die Lage schon wieder ganz anders aus. Hier müssen spezielle Angebote eingeholt werden. Lieber alles richtig abklären und sich den späteren Ärger ersparen.

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