Fernab der Öffentlichkeit: Photovoltaik schreitet schnell voran

von Maike Blume
(Hamburg)

©istock.com/SKatzenberger

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Das moderne Heim wird zur Schnittstelle aus Minimalismus und Innovation. Künftige Hausbauer können sich davon ein eigenes Bild machen, denn so schlicht und unkompliziert die Gestaltung des Wohnraums sein wird, so Hightech-lastig könnte die Energieversorgung werden.


Immerhin gibt es noch einige Dinge rund um den Hausbau, die nicht direkt mit erneuerbaren Energien zusammenhängen. Garagentore oder Vordächer von Hoermann zum Beispiel, und auch bei der Bepflanzung oder der Gestaltung eines Naturteichs darf das Thema Energiewende außen vor bleiben. Dennoch rückt die moderne Energieversorgung immer weiter in den Mittelpunkt; nicht zuletzt durch Innovationen aus eigentlich ganz anderen Bereichen können Hausbauer in Zukunft die Wirtschaftlichkeit erhöhen.

Ein gutes Beispiel dafür ist etwa : Ihr primärer Zweck ist das Aufladen von Elektroautos in der heimischen Garage, doch die große Speicherkapazität zum vergleichsweise kleinen Kaufpreis macht die Ladesäule auch für Besitzer von Photovoltaikanlagen interessant. Die beeindruckenden Zahlen dazu: Je nach Variante kann die Säule sieben oder zehn kWh speichern, der Kaufpreis beträgt 3.000 bzw. 3.500 US-Dollar – also etwa ein Viertel der bisherigen Lösungen. Dazu kommt eine zehnjährige Herstellergarantie, die Vertrauen schaffen soll und die Rentabilität des Speichers weiterhin erhöht. Die Elektroinstallationen sind damit um eine interessante Facette reicher, auch wenn der Einbau einer solchen Säule am besten mit professioneller Hilfe durchgeführt wird.

Höhere Effizienz als Voraussetzung für großen Wandel

Dies führt direkt zur Frage nach dem aktuellen Stand der Dinge in der Photovoltaik. Schließlich nützt selbst der beste Speicher nur etwas, wenn der Strom auch effizient gewonnen werden kann. Aktuell zeigt sich noch großer Nachholbedarf beim Wirkungsgrad der Anlagen, dazu kommen die ganz unterschiedlichen geographischen Bedingungen, die pauschale Aussagen umso schwerer machen.

Fest steht lediglich, dass auch die Stromerzeugung aus alternativen Energien schnell voranschreitet. Bislang sind diese Fortschritte nur schwer zu erkennen, da sie auf der absoluten Skala nicht groß sind; relativ betrachtet lassen sich jedoch Verdopplungen in relativ kurzen Zeiträumen erkennen. Optimisten, nicht zuletzt führende Köpfe aus der IT-Branche, gehen deswegen davon aus, dass der weltweite Strombedarf schon in rund 15 Jahren alleine mit erneuerbaren Quellen abgedeckt werden kann.

Ein Szenario also, das nicht nur unter moralischen, ökologischen Gesichtspunkten wünschenswert wäre, sondern sich auch positiv auf die eigenen Finanzen auswirken würde. Die effiziente Selbstversorgung ist schließlich das erklärte Ziel, von dem Hausbesitzer auf ganzer Linie profitieren würden.

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