Freundschaftliche Hilfe kann Häuslebauer
teuer zu stehen kommen

von Lara Pilgram
(Deutschland )

Bernd Kasper  / pixelio.de

Bernd Kasper / pixelio.de

Ein Haus zu bauen ist selbstverständlich keine Angelegenheit, die über Nacht und ganz ohne Stress ihren Abschuss findet. Von der Errichtung des Mauerwerks bis hin zum Einsetzen der Fenster und Türen gibt es eine reiche Vielzahl an Aufgaben zu bewältigen.


Selbst wenn sich Bauherren nur dazu entscheiden, den Innenausbau selbst zu übernehmen, kommt eine gewaltige Arbeitslast auf sie zu. Gut, wenn man da gute Freunde hat, die bereitwillig und tatkräftig auf der Baustelle helfen möchten. Was dies angeht, sollten sich angehende Hausbesitzer jedoch gründlich mit Versicherungsfragen beschäftigen, denn Freundschaftsdienste sind nicht immer versichert und können folglich große Kosten aufwerfen.

Wenn der Helfer etwas zu Bruch gehen lässt

Es ist ein ärgerlicher Umstand, wenn die Bauhelfer sich zwar mit vollem Elan auf der Baustelle engagieren, dann jedoch für Probleme sorgen. Freilich ist es keine ungewöhnliche Sache, wenn auf einer Baustelle einmal etwas kaputt geht. Handelt es sich hierbei jedoch um teurere Gegenstände wie beispielsweise Fenster oder die neue Haustür, so ist Ärger vorprogrammiert.

Versichert sind Freundschaftsdienste nämlich nicht immer. Selbst die Helfer sind sich hierüber nicht immer im Klaren, sobald sie jedoch einem Freund bei der Arbeit helfen, hört die Private Haftpflichtversicherung in ihrer Basisversion auf, zu greifen. Ein genauer Blick in den eigenen Versicherungstarif gibt Aufschluss hierüber: Sind die sogenannten Gefälligkeitsschäden mitversichert, so kann auch auf der Baustelle einmal etwas passieren und der Versicherer steht hierfür ein.

Wenn dem Helfer etwas passiert

Auch wenn statistisch gesehen die meisten Unfälle im Haushalt geschehen, so lauern auf der Baustelle deutlich mehr Gefahren für Handwerker und auch Helfer. Egal in welcher Phase sich der Neubau gerade befindet, entstehen stets neue Felder, die große Verletzungsrisiken mit sich bringen.

Der klassische Sturz von der Leiter, ein Stromschlag oder auch eine Schnittverletzung sind nur ein kleiner Auszug dessen, was Helfern auf der Baustelle tatsächlich widerfahren kann. Für den Bauherren selbst können solche Unfälle jedoch ein großes Kostenrisiko bergen.

Der Helfer, dem der Unfall widerfahren ist, kann dem Bauherren gegenüber finanzielle Ansprüche stellen, die den Schaden ausgleichen sollen. Besonders bei körperlichen Verletzungen oder dauerhaften Behinderungen kann dies zu einer finanziellen Überlastung führen. Um dieses Horrorszenario zu umgehen, lohnt sich der rechtzeitige Abschluss einer Bauhelfer Versicherung.

Besucher richtig schützen

Nicht jeder Freund oder Bekannte, der die Baustelle betritt, ist auch ein Helfer. Auch Besucher sollten jedoch versicherungstechnisch abgesichert sein, denn zu groß ist die Gefahr einer plötzlichen Verletzung. Kommt also ein Besucher oder auch ein Kind, das die Baustelle betritt, zu Schaden, so kann die sogenannte Bauherrenhaftpflicht für diesen einstehen.

Diese Haftung ist auch für den Fall geltend, dass Kinder unerlaubt die Baustelle betreten und dann zu Schaden kommen. Die Bauherrenhaftpflicht von Asstel beispielsweise versichert auch das Bauen in Eigenregie, was besonders für tatkräftige Hausbauer wichtig ist, die auf eine Baufirma verzichten. Mit dieser Versicherung ist dann auch die letzte Personengruppe auf der Baustelle abgesichert.

Letztlich können Bauherren nicht für jeden Gefahrenbereich während des Bauprojektes eigenhändig für einen ausreichenden Versicherungsschutz sorgen. In Bereichen wie der Privaten Haftpflichtversicherung sollte jedoch jeder Helfer im Vorhinein nach seinem Versicherungsschutz gefragt werden. So können spätere Schäden, Streitigkeiten und offene Zahlungen vermieden werden.

Bei anderen Versicherungen wie eben der Bauherrenhaftpflicht oder auch der Bauhelfer Versicherung ist das Verantwortungsbewusstsein des Bauherren gefragt. Letztlich ist ein umfassender Versicherungsschutz für Bauherren mehr als nur eine Formalität, denn das Vorhaben "Bau" ist auch ohne Schadenersatzforderungen bereits ein kostspieliges Projekt.

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