Gründe für eine Fensterrenovierung

von Sergej G.
(Passau)

Durch einfache Glasfenster geht sehr viel Heizenergie nach außen verloren. Pro Jahr werden durch jeden Quadratmeter Einfachglasfenster die Wärme von etwa 55 Litern Heizöl verschenkt. Bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus kommen so schnell weit über 1000 Liter verschwendetes Heizöl zusammen. Und doch gibt es in Deutschland noch über 30 Millionen einfach verglaste Fenster. Diese einfachen Glasscheiben sind verkittet und neigen dazu im Winter Eisblumen zu bilden. In der Nähe der Fenster ist es ungemütlich und kalt. Eine Fensterrenovierung kostet zwar zunächst Geld, aber der Wohnkomfort steigt sofort und die Heizkosten sinken sofort.

Glasarten für Fenster

Neben dem einfachen Glasfenster, sind Isolierglasfenster und Fenster aus Wärmedämmglas und Superglas in Gebrauch. Isolierglasfenster bestehen aus zwei miteinander fest verbundenen Scheiben und halbieren den Energieverlust im Vergleich zu einfach verglasten Fenstern. Der Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben ist mit Luft gefüllt. Beim Wärmedämmglas wird anstelle von Luft das Edelgas Argon als Füllung für den Zwischenraum verwendet.


Die innere Scheibe ist bei dieser Glasart zudem mit einer Schicht bedampft, welche die Wärmestrahlung in den Raum zurückreflektiert. Seit etwa 1995 sind diese Fenster in Gebrauch und der Wärmeverlust beträgt damit nur noch ein Fünftel im Vergleich zu den Einfachglasfenstern. Seit 2002 gibt es Superglasfenster. Diese bestehen aus drei Schichten und enthalten Krypton als Isoliergas. Durch Superglasfenster wird der Wärmeverlust auf ein Zehntel gegenüber einfach verglasten Fenstern reduziert.

Material für Fensterrahmen

Aber auch das Material der Fensterrahmen spielt eine Rolle. Es gibt Fenster mit Holzrahmen, mit Kunststoffrahmen oder auch mit Metallrahmen. Die Wahl des Materials für den Fensterrahmen hängt vom Stil des Hauses, den herrschenden Witterungsbedingungen und den finanziellen Möglichkeiten ab. In heutigen modernen Fensterrahmen sind Dämmschichten mit eingebaut – meistens aus Hartschaum oder Kork. Bei Kunststoff- oder Metallrahmen sind die Profilkammern mit Dämmschaum gefüllt. Mit modernen Fensterrahmen ist inzwischen jedes gewünschte Wärmedämmniveau erreichbar bis hin zu Passivhausfenstern. Der Trend geht inzwischen aber zum Kunststofffenster und das hat gute Gründe.

Vorteile von Kunststofffenstern

Kunststofffenster sind nicht nur preiswerter als Holzrahmenfenster oder Aluminiumrahmenfenster, sondern haben noch viele weitere Vorteile. Sie sind leicht zu reinigen und dabei sehr wetterfest. Man kann diese Fenster einfach feucht abwischen oder auch mit nahezu allen gängigen Reinigungsmitteln putzen. Das geringe Eigengewicht erleichtert die Montage. Kunststoff ist außerdem ein sehr guter Isolator. Durch Hohlkammerprofile und viele Falze, welche ineinandergreifen, sind Kunststofffensterrahmen sehr dicht. Sowohl Wärmestrahlung als auch Geräusche werden hervorragend gedämmt und nicht durch die Fenster aus dem Raum hinaus gelassen.

Moderne Kunststofffenster haben eine metallische Verstärkung im Kern, was eine hohe Einbruchsicherheit gewährleistet. Fenster aus Kunststoff gibt es außerdem in allen möglichen Formen und Farben und von vielen verschiedenen Herstellern, so dass sich garantiert immer das individuell passende Modell finden lässt. Kunststofffenster sind sehr robust, da sich Kunststoff bei Feuchtigkeit und Temperaturunterschieden nicht verformt. Und nicht zuletzt sind Kunststofffenster nahezu wartungsfrei.

Quelle: www.inoutic.de

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