Haeufige Fehler bei der Baufinanzierung

von C. Wai-Shun
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Seit Anfang 2016 müssen Häuslebauer höhere Umweltauflagen erfüllen. Für den Energieverbrauch und für die Dämmung von Neubauten gelten neue Mindestanforderungen. Verbindlich sind die Ansprüche bei der Wärmedämmung und bei der Anlagentechnik für alle Räume des Hauses, die beheizt oder klimatisiert werden. Strengere Umweltauflagen sorgen für höhere Kosten. Bei ihrer Baufinanzierung müssen Bauherren das berücksichtigen. Zusätzliche Kosten falsch einzuschätzen ist nur ein Fehler, der die Finanzierung gefährdet und im schlimmsten Fall in die Insolvenz führt.

Eigenkapital realistisch kalkulieren und Angebote vergleichen

Viele Bauherren schätzen ihre finanziellen Möglichkeiten viel zu optimistisch ein. Dabei ist die realistische Betrachtung des zur Verfügung stehenden Eigenkapitals bereits bei Planungsbeginn eine der wichtigsten Stellschrauben. Für eine solide Finanzierung beim selbstgenutzten Eigenheim empfiehlt sich eine Eigenkapitalquote von rund 20 Prozent. Je mehr eigenes Geld ein Kreditnehmer mitbringt, desto bessere Konditionen kann er bei den Kreditverhandlungen herausholen. Mit zunehmendem Einsatz von Eigenkapital verbessern sich Zinsen in der Regel in Stufen. Bei dem einen Kreditinstitut führen ein paar tausend Euro mehr zu deutlich niedrigeren Zinsen als bei einem anderen. Andere Banken wiederum lassen trotz hohem Eigenkapitaleinsatz nicht mit sich handeln. Ein Vergleich mehrerer Angebote verbessert also die Chancen auf eine günstige Finanzierung.


Viele Baufinanzierer verlassen sich auf die Hausbank, wenn es um ihre Baufinanzierung geht. Obwohl sie ihrem Kreditinstitut seit vielen Jahren zu Recht bei der Geldanlage vertrauen, heißt das nicht, dass sie hier auch die günstigste Finanzierung für die eigenen vier Wände bekommen. Oft ist hier die Art des Darlehens nicht vorteilhaft. Auch das ist ein Grund, sich verschiedene Vorschläge von Kreditgebern vorrechnen zu lassen. Diese sollten möglichst zahlreich und in verschiedenen Varianten angefordert und verglichen werden. Einen unabhängigen Überblick bietet die Website toptarif.de .

Fördermittel in Betracht ziehen

Förderprogramme können die finanziellen Mittel des Baufinanzierers sinnvoll ergänzen. Sie müssen frühzeitig in Betracht gezogen werden. Die Kreditanstalt für den Wiederaufbau (KfW) zum Beispiel fördert energetisches Bauen mit zinsgünstigen Darlehen. Der Antrag auf diese Mittel muss jedoch vor Baubeginn gestellt sein. Sonst fließt das Geld nicht. Interessant sind auch Förderprogramme, die vom Bund, den Ländern oder den Kommunen kommen. Seit 2008 profitieren Häuslebauer von der staatlichen Förderung durch Riester. Wer die Möglichkeit, Geld aus einem Riester-Vertrag zur Baufinanzierung zu nutzen, aus Unwissenheit außen vor lässt, verzichtet unter Umständen auf viel Geld.

Kredit rasch tilgen

Die meisten Darlehensgeber schreiben bei der Tilgung eine Mindesthöhe von einem Prozent der Kreditsumme vor. Diese Tilgungsrate ist allerdings so gering, dass der Bauherr seine Schulden nicht wirklich abbaut. Er schiebt sie lediglich vor sich her. Die Belastung durch die Zinsen wird entsprechend lang und hoch. Besser ist eine hohe Tilgung von Beginn an. Für die Anschlussfinanzierung schafft das viel besseren Spielraum. Als eine sinnvolle Tilgung gilt unter Experten eine Quote von zwei Prozent. Viele Anbieter erlauben Wechseloptionen zwischen unterschiedlichen Tilgungsraten. Sondertilgungen, etwa aus zusätzlichem Verdienst, einer kleinen Lebensversicherung oder einer Erbschaft, beschleunigen den Abbau des Darlehens.

Vorsorgen und auf Reserven setzen

Trotz schneller Tilgung sollten Baufinanzierer Rücklagen für notwendige Ausgaben bilden. Wer zu knapp kalkuliert, riskiert seine gesamte Finanzierung. Unvorhergesehene Ausgaben und Reparaturen bringen das Finanzgebäude schnell zum Einsturz. Kluge Baufinanzierer legen von Anfang an Modernisierungsrücklagen von zwei Euro monatlich auf den Quadratmeter Wohnfläche zurück. Außerdem gilt es, die Familie abzusichern, wenn die Finanzierung nur auf den Schultern des Hauptverdieners liegt. Hinterbliebenen hilft eine Risikolebensversicherung, weiter die monatlichen Raten zu zahlen. Auch Ereignisse wie Arbeitslosigkeit oder Berufsunfähigkeit lassen sich von Beginn an absichern.

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