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Die angegebenen Kosten Erdarbeiten und Detailpreise der Informationsseite Erdarbeiten: Alle Detailpreise für Ihren Hausbau gelten jeweils für eine fix und fertige Leistung.
Wenn nichts anderes angegeben ist, sind daher immer alle anfallenden Kosten für An- und Abtransport, Löhne, Betriebsmittel, Mieten und sonstige Nebenleistungen in den Einheitspreisen bereits eingerechnet und damit enthalten.
Trotzdem kann es speziell bei den Erdarbeiten später bei der Abrechnung leicht zu Meinungsverschiedenheiten kommen und die Erdarbeiten kosten mehr als eingeplant. Weil bestimmte Punkte vorher nicht vereinbart wurden.
Hier unten auf dieser Seite Kosten Erdarbeiten finden Sie jedenfalls hilfreiche Informationen zu den Erdarbeiten. Einfach scrollen und jeden Punkt aufmerksam durchlesen.
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1. Kosten Erdarbeiten - Tipp:
Grundsätzlich ist in einem Angebot oder Kostenvoranschlag bei jeder Leistungsposition genau beschrieben oder angeführt, welche Leistungen im angebotenen Einheitspreis bereits einkalkuliert und somit enthalten sind.
Ist speziell bei den Aushubpositionen nichts anderes angegeben, gelten die angeführten Preise für das seitliche Lagern des Aushubmaterials. Wenn das Aushubmaterial innerhalb des Bauplatzes transportiert werden muss, sind das Laden auf Fördergeräte und der Zwischentransport zum Aushub-Lagerplatz ebenfalls im Aushubpreis enthalten.
Wird das Aushubmaterial von der Baustelle entfernt, dürfen jedenfalls keine allfälligen Zwischentransporte in Rechnung gestellt werden.
2. Kosten Erdarbeiten - Tipp:
Die Erdarbeiten werden grundsätzlich in festem, also nicht aufgelockerten Zustand abgerechnet. Vorausgesetzt natürlich, es wurde nichts anderes vereinbart. Wobei speziell bei den Erdarbeiten eine andere Vereinbarung mit Sicherheit zu Ihrem Nachteil wäre.
Es gibt zwar für jedes Material einen theoretischen Auflockerungsfaktor, in Wirklichkeit können Sie die tatsächlichen Mengen im aufgelockerten Zustand aber nicht berechnen.
Auch bei den Hinterfüllungsarbeiten zählt die Menge im fertigen Zustand. Wird das Material beim Hinterfüllen lagenweise eingebracht und zusätzlich verdichtet, wird nur im verdichteten Zustand gemessen und abgerechnet.
3. Kosten Erdarbeiten - Tipp:
Damit Sie für die Errichtung des Kellers ausreichend Platz haben, muss die Baugrube größer als der Keller ausgehoben werden. Das dürfte klar und bekannt sein. Die "Übergröße" schafft die sogenannten Arbeitsräume.
Diese Arbeitsräume müssen so geschaffen sein, dass Sie bequem und vor allem gefahrlos beispielsweise die Kellerwände isolieren können, ohne dass Sie durch herabfallendes Erdreich einer Gefahr ausgesetzt sind.
Wie groß nun die Arbeitsräume speziell bei Ihrem Bauvorhaben sein müssen, hängt vor allem von der Beschaffenheit des Erdreichs ab. Handelt es sich dabei um lockeres Material, müssen die Baugrubenwände so abgeböscht werden, dass die Böschung von alleine "steht". Im Gegensatz dazu können bei einem Lehmboden die Baugrubenwände schon mal senkrecht ausgeführt werden.
Zum Arbeiten brauchen Sie im Bereich der Baugrubensohle mindestens 80 cm Arbeitsraum. Mit 1 Meter haben Sie noch bessere Bewegungsfreiheit.
Wie auch immer: Ob Sie sich selbst als Do-It-Yourself-Hausbauer um die Erdarbeiten kümmern, ob das Ihre beauftragte Baufirma oder das Erdbauunternehmen tut. Die Breite des Arbeitsraumes wird in der Regel vor Beginn der Erdarbeiten festgelegt.
Wenn Sie sich jetzt fragen, wie Sie in Erfahrung bringen, welches Erdmaterial bei Ihren Aushubarbeiten zum Vorschein kommen wird, dann gibt es dazu mehrere Möglichkeiten und zwar:
4. Kosten Erdarbeiten - Tipp:
Bei den Aushubpositionen ist das Herstellen des Grobplanums im Preis inbegriffen. Das bedeutet, dass die Aushubsohle grob planiert werden muss.
Dabei ist eine Genauigkeit von +/- 10cm einzuhalten. Ein guter und erfahrener Baggerfahrer schafft das mit freiem Auge. Trotzdem sollten die exakten Soll-Höhen laufend mit dem Nivelliergerät nachgemessen werden.
5. Kosten Erdarbeiten - Tipp:
Wenn keine zwingenden Gründe - beispielsweise Verunreinigung oder schlechte Verdichtungsfähigkeit - dagegen sprechen, geht die Baufirma oder das Erdbauunternehmen davon aus, dass für Hinterfüllungen oder für Anschüttungen vorhandenes Aushubmaterial verwendet wird.
Darüber hinaus ist zu beachten, dass überschüssiges Aushubmaterial nicht "automatisch" von der Baustelle abtransportiert bzw. entfernt wird. Für diese Zusatzleistungen müssen eigene Leistungspositionen vereinbart werden.
6. Kosten Erdarbeiten - Tipp:
Haben Sie einmal Ihr Traumgrundstück gefunden und alles passt, empfehle ich Ihnen ein Bodengutachten machen zu lassen. Wobei zum Nachweis über die „Altlasten“ ein solches Bodengutachten ohnehin bereits vorliegen sollte. Immerhin möchten Sie sicherlich genau wissen, dass Ihr Baugrund nicht mit gefährlichen Stoffen kontaminiert ist. In diesem Fall hätten Sie nämlich mit unberechenbar hohen Sondermüll-Entsorgungskosten zu rechnen.
Sollte das "Altlasten-Gutachten" allerdings keine Angaben über die Bodenbeschaffenheit enthalten, sollten Sie jedenfalls eine Bodenuntersuchung machen lassen. Das kostet zwar Geld, wird sich aber später positiv auf die Baukosten auswirken. Warum?
7. Kosten Erdarbeiten - Tipp:
Sie können sich wahrscheinlich vorstellen, dass die Preise für die Aushubpositionen auch von der Beschaffenheit des Bodens bzw. des Erdreichs abhängig sind. Um jeweils genaue preisliche Grenzen ziehen zu können, wird daher der "Boden" - also alles was "unter der Erde" ist - in Bodenklassen eingeteilt. Insgesamt 7 an der Zahl.
Wenn Sie ein Angebot über verschiedene Aushubarbeiten bekommen, beziehen sich die Preise für die Aushubpositionen immer auf die Bodenklassen 3 bis 5. Das sind demnach die "normalen" Böden.
Für die übrigen Bodenklassen werden in der Regel Aufzahlungspositionen festgelegt.
Damit Sie wissen, mit welchen Bodenklassen Sie es in der Praxis zu tun bekommen, hier eine kurze Übersicht, welche Bodenklassen es in Deutschland und Österreich gibt und welche Eigenschaften diese haben: (In anderen Ländern gibt es andere Klassifizierungen, im Wesentlichen sind die Kriterien aber sehr ähnlich)
# Bodenklasse 1: Oberboden
Wie das Wort schon sagt, ist das die oberste Bodenschicht und wird diese auch als Mutterboden oder Humus bezeichnet. Der Oberboden ist nicht für das Bebauen geeignet und muss immer abgetragen werden.
## Bodenklasse 2: Fließende Bodenarten
Das sind Böden mit einem sehr hohen Wassergehalt. Wird auch als Schöpfboden bezeichnet. Dieser Boden ist flüssig bis zähflüssig und ist auch nicht zum Bauen geeignet.
### Bodenklasse 3: Leicht lösbare Bodenarten
Das sind Kies- oder Sandböden mit einem geringen Steinanteil. Auch loser Boden genannt. Beim Aushub müssen die Baugrubenwände abgeböscht oder anders gesichert werden, weil Material leicht nachrutscht.
#### Bodenklasse 4: Mittelschwer lösbare Bodenarten
Eigentlich der beste Boden zum Bauen. Wird auch Stichboden genannt und ist durch das homogene und ausgewogene Gefüge optimal zu bearbeiten.
##### Bodenklasse 5: Schwer lösbare Bodenarten
Im Gegensatz zu den Bodenklassen 3 und 4 ist hier der Steinanteil viel höher. Wird auch als Hackboden bezeichnet. Ebenfalls zum Bauen bestens geeignet.
###### Bodenklasse 6: Leicht lösbarer Fels und vergleichbare Bodenarten
Hier handelt es sich um leichtes Gestein, welches brüchig und zerklüftet ist. Wird eindrucksvoll auch als Reißfels oder als Schrämboden bezeichnet. Als Untergrund zum Bauen sehr gut geeignet, allerdings beim Aushub teurer.
####### Bodenklasse 7: Schwer lösbarer Fels
Wird auch als Sprengboden bezeichnet und ist daher selbstredend. Wenn Sie also in diesem Boden einen Keller errichten möchten, muss gesprengt werden. Und dass dieses Vorhaben mehr Geld kostet, ist auch klar.
Übrigens: Wenn Böden der Bodenklassen 3 bis 5 an der Wurfschaufel kleben bleiben, handelt es sich dabei um klebrige Böden.
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