Planung Kellergeschoss

von Stefan
(Deutschland)

Wir haben ein Grundstück für eine DHH am leichten Hang. Das Grundstück ist 12 Meter breit und 35 Meter lang. Und fällt auf dieser Länge ca. 3,5 Meter, was ich als leichte Hanglage bezeichnen würde.


Nun hatten wir schon mit Architekten geplant - waren aber nie so richtig zufrieden. Das mag auch an unserer Unentschlossenheit liegen. Anderseits gingen die Kosten bei jeder Schätzung nach oben.

Es stellt sich die Frage, ob wir relativ klein (ca. 150 qm) und somit preiswerter bauen wollen, oder eher etwas üppiger, aber mit einer Einliegerwohnung (ca. zusätzlich 80 qm), die entweder im Keller-/Gartengeschoss, oder im Dachgeschoss liegen kann.

Der B-Plan schreibt zwei Vollgeschosse vor.

Falls wir die kleine Lösung für uns wählen wollten, stellt sich die Frage, ob wir das nicht möglichst auf zwei Geschosse verteilen sollten, um nicht zu viele Treppen zu haben.

Das würde aber bedeuten, dass ein Geschoss das Garten-/Kellergeschoss werden würde.

Wenn wir etwas höher hinausragen würden, dann müssten wir vermutlich im hinteren Bereich des Grundstückes Erde aufschütten und verdichten. Das könnte dann evtl. nur unwesentlich günstiger werden, wie ein Keller, befürtchte ich.

Evtl. wäre es doch gut, dreigeschossig zu bauen, und dann eine Einliegerwohnung einzuplanen.

Was meinen Sie?

Einen freundlichen Gruß aus Bayern

Stefan

Antwort:

Hallo Stefan,

Sie werden verstehen, das ich zu Ihrer Frage keine Meinung haben kann. Dazu müsste ich nämlich das zur Verbauung gedachte Grundstück kennen, Ihre Planskizzen oder Ausführungspläne, Ihren gewünschten Leistungsumfang, die Höhe Ihrer zur Verfügung stehenden Geldmittel und und und...

Aber ich lese aus Ihrer Frage heraus, dass Sie scheinbar genau damit ein mehr oder weniger großes Problem haben. Nämlich herauszufinden, was SIE eigentlich genau haben wollen.

Und ich könnte mir gut vorstellen, dass es Ihrem Architekt ähnlich ergangen ist? Wusste der Architekt vielleicht nicht wirklich, was SIE eigentlich konkret wollen?

Aber keine Sorge, Stefan: So wie Ihnen, geht es den meisten angehenden Bauherren. Und immer wieder konnte ich in meiner langjährigen Praxis feststellen, dass die verschiedensten Bauvorhaben nur aus einem einzigen Grund nicht erfolgreich abgewickelt werden konnten:

Die meisten Bauherren beschäftigen sich im Zuge der Hausplanung mit 100 (unwichtigen) Dingen gleichzeitig und vergessen dabei völlig darauf, sich auf das wirklich Wesentliche zu konzentrieren. Sie zum Beispiel scheinen sich vor allem große Gedanken darüber zu machen, wie groß Sie bauen sollen. Und wie die Wohngeschoße aufgeteilt werden sollen.

Ich empfehle Ihnen, sich nicht - wovon auch immer - ablenken zu lassen. NUR SIE ALLEINE können entscheiden, was IHR zukünftiges Zuhause alles "können" muss. Es spielt daher keine Rolle, was andere dazu meinen. Es geht um IHR Haus.

Bevor Sie also irgendwelche weiteren Schritte unternehmen, sollten Sie IHRE ganze Energie der Beantwortung dieser 3 grundsätzlichen Fragen widmen:

  • 1. Was GENAU will ich haben?

  • 2. Wie viel Geld darf ich höchstens ausgeben?

  • 3. Wann möchte oder muss ich spätestens in mein neues Haus einziehen?


Dabei ist die wichtigste Frage eigentlich die 2. Frage: Wie viel Geld darf ich höchstens ausgeben?

Ganz egal, was Sie planen oder haben möchten, irgendwann kommen Sie immer wieder zu dieser Frage zurück. Und wenn Sie darauf keine schlüssige Antwort haben, werden Sie es mehr als schwer haben. Und vermutlich sehr viel Geld ausgeben. Geld, das Sie möglicherweise gar nicht haben...

Dabei bin ich mir ziemlich sicher, dass die Wünsche und Vorstellungen aller Bauherren sehr ähnlich sind. Und ich könnte mir gut vorstellen, dass auch Sie auf die folgenden Punkte mehr oder weniger großen Wert legen:

  • Sie treffen in jeder einzelnen Phase - von der ersten Idee bis zum Einzug - immer mit gutem Gewissen die richtigen Entscheidungen.

  • Sie bekommen es bei jeder Bauetappe nur mit verlässlichen Partnern und Handwerkern zu tun.

  • Alles an Ihrem Haus wird fehlerfrei ausgeführt.

  • Ihr Bauprojekt wird rasch und termingerecht abgewickelt.

  • Die geplanten Baukosten werden genau eingehalten und Ihre zur Verfügung stehenden Geldmittel reichen bis zur Gesamtfertigstellung.


Wie Sie das alles schaffen? Ganz einfach: Definieren SIE Ihre Ziele ganz exakt und vertrauen Sie dann auf einen Fachmann, der alles für Sie organisiert und abwickelt. Das kann ein Architekt sein, ein Bausachverständiger als Projektleiter oder ein professioneller Baubegleiter.

In jedem Fall muss Ihre Vertrauensperson völlig unabhängig von den ausführenden Firmen sein.

Wie sollten Sie nun weiter vorgehen?

1. Wie schon gesagt, sollten Sie sich ab sofort wirklich nur mehr darauf konzentrieren, was SIE haben möchten. Nehmen Sie diesebezüglich zur Kenntnis, dass diese Entscheidungen kein Dritter für Sie treffen kann. So schön das vielleicht auch wäre.

2. Geben Sie Ihrem Architekt bekannt, wie viel Geld Sie insgesamt zur Verfügung haben und machen Sie darauf aufmerksam, dass Sie dem Architekt den Auftrag für die Realisierung Ihres Bauvorhaben nur dann geben, wenn dieser garantiert, dass Ihre Baukosten weitgehend eingehalten werden.

Sie werden sehen, dass Ihnen der Architekt - sofern er einmal weiß, wie viel alles höchstens kosten darf - mehrere Vorentwürfe präsentieren wird. Alles Entwürfe, die auf Ihren ganz persönlichen Vorstellungen von Ihrem zukünftigen Haus basieren.

Und das beste an einem Architekt: Wenn Sie einmal Ihre eigenen Vorstellungen genau definiert haben, können Sie alle erforderlichen Schritte zur Realisierung Ihres Bauvorhabens mit gutem Gewissen dem Architekt überlassen. Und SIE können sich auf das konzentrieren, was SIE am besten können...

In diesem Sinne hoffe ich, Ihnen eindrücklich vermittelt zu haben, worum es beim erfolgreichen Hausbau wirklich geht.

Mehr Erfolg beim Hausbau!

Wilfried Ritter
Autor und Herausgeber

BaukostenManager.com
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PS: Wenn Sie rasche und zuverlässige Hilfe bei der Realisierung Ihres Bauvorhabens brauchen, empfehle ich Ihnen, die Dienste von Hans-Peter Illner in Anspruch zu nehmen. Der Klick lohnt sich in jedem Fall..

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