Tipps für den Hausbau mit Kamin

von Lisa Ferdinand
(Munich)

Knisterndes Kaminfeuer, das flackernde Licht der Flammen an den Wänden und der Geruch von Holz – da ist Gemütlichkeit vorprogrammiert. Viele Hausbesitzer oder auch Bauherren spielen mit dem Gedanken, einen Kamin nachträglich oder gleich beim Hausbau mit einzubauen. Offene Kamine stehen auf vielen Wunschlisten, jedoch sind sich nicht alle der Tatsache bewusst, dass vor der Anschaffung eines Kamins Klarheit darüber herrschen muss, was damit erreicht werden soll.

Offener Kamin

Als Raumheizung ist diese Kaminvariante überhaupt nicht geeignet. Vielmehr verheißt der Kamin eine Faszination durch das offen brennende Feuer. Das Knistern des Feuers erinnert an Lagerfeuer, der Duft des Holzes versprüht Romantik mitten im eigenen Wohnzimmer. Deshalb ist ein offener Kamin auch sehr beliebt. Für einen Dauerbetrieb sind sie aber nicht zugelassen, da die Wärmeabgabe ohnehin nur auf einen kleinen Wirkungsradius begrenzt ist. Mit dem verwendeten Scheitholz wird nur ein geringer Wirkungsgrad erreicht, deshalb kann so ein Kamin nicht als Heizungsersatz verwendet werden.

Kamine mit Nutzeffekt

Bei geschlossenen Kaminen, die heizen, heißes Wasser liefern und auch noch schick aussehen, sieht es dagegen schon ganz anders aus. Die vielen Varianten, die auf dem Markt angeboten werden, sind auch für unterschiedlichste Funktionen konzipiert. Ohne Beachtung der folgenden fünf Aspekte gibt es keinen Kamin:
  • Kein Kamin ohne Abzug! (Abnahme durch den Schornsteinfeger)
  • Ohne vorhandenen Abzug ist ein Neubau durch den Schornsteinbauer erforderlich
  • Die Bauweise des Hauses bestimmt das verwendete Modell
  • Setzung des Kamins
  • Abnahmepflicht durch den Schornsteinfeger
Ab 2024 dürfen offene Kamin nicht mehr betrieben werden. Die BImSchV-Verordnung schreibt dann Tür und Filter zur Einhaltung erforderlicher Emissionswerte vor. Trotz der Vorschriften gibt es jede Menge Auswahlmöglichkeiten. Es gibt gläserne, hängende oder dänische Kamine für pure Gemütlichkeit und es gibt Pelletöfen, Gaskamine und Kachelöfen als Heizsysteme. Einen Kamin gibt es sogar ohne Schornsteinpflicht - den Bioethanol-Kamin. Das ist aber wirklich nur ein Deko-Kamin mit einem hohen Sicherheitsfaktor bei der Aufstellung. Als alleinige Heizquelle im Heizungssystem oder auch zur Brauchwassererwärmung lässt sich heutzutage ein moderner Kamineinsatz verwenden, der sich durch einen geringen Brennholzverbrauch und eine hohe Effizienz auszeichnet.


Weiterführende Quellen

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