Unterschiedliche Regeln bei der Baugenehmigung für Carports

von Max
(Nürnberg)

In Deutschland brauchen Häuslebauer für jede bauliche Veränderung zunächst eine Baugenehmigung und da stellt der Bau eines Carports keine Ausnahme dar. Allerdings ist eine Genehmigung nicht überall Pflicht. Hier erfährst Du, was Du beim Bau deines Carports beachten solltest.

Carports sind prinzipiell genehmigungspflichtig

Die Unterstellmöglichkeiten fürs Auto kosten in der Regel kein Vermögen und können, wenn gewollt, selbst aufgebaut werden. Jedoch stellt ein Carport im Allgemeinen eine bauliche Veränderung dar und ist deshalb prinzipiell genehmigungspflichtig. Trotzdem gibt es Ausnahmen: Wer eine Baugenehmigung braucht, ist bundesweit nicht einheitlich geregelt, sondern von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Einige Städte und Gemeinden haben sogar eigene Auflagen für die Errichtung von Carports. Vielen Gemeinden kommt es beispielsweise auf die Größe des gebauten Objekts an. Manche kleinen Carports können dabei schon mal durch das Sieb fallen und genehmigungsfrei errichtet werden.

Carport ohne Baugenehmigung errichten?

Ein Carport, das ohne entsprechende Genehmigung gebaut wird, kann zum Problem werden – zum Beispiel wenn sich Nachbarn beschweren oder das Bauamt auf das Vorhaben aufmerksam wird. Liegt dann bei der Kontrolle keine Genehmigung vor, muss der Carport im schlimmsten Fall wieder abgebaut werden.


Merke: Immer vor Kauf des Baumaterials darüber informieren, welche Auflagen zu erfüllen sind. Dazu kannst Du dich einfach bei einem Architektenbüro oder der zuständigen Behörde schlau machen.

Den Bauantrag gut vorbereiten

Da die Bauverordnungen von Bundesland zu Bundesland variieren, ist es nicht möglich, eine allgemein gültige Auskunft über benötigte Formulare zu geben. Nähere Informationen zu deinem Bauantrag erhältst Du beim zuständigen Bauamt, wo Du auch erfährst, welche Unterlagen Du für deinen Antrag benötigst.

In der Regel ist jedoch eine Baubeschreibung nötig sowie ein Auszug aus der Flurkarte mit einem Lageplan im Maßstab 1:500, der nicht älter als zwei Jahre ist. Diese Unterlagen bekommst Du beim Vermessungsamt. Zudem ist eine Bauzeichnung des Carports notwendig: Grundriss, Schnitt und Ansichten. Dazu benötigst Du die beim Bauamt erhältlichen Antragsformulare. Das Bauamt kann dir letztendlich auch mitteilen, ob dein Carport genehmigungspflichtig ist und was es beim Bau sonst noch zu beachten gibt.

Alternativ kannst du auch ein Architekten- und Planungsbüro zu dem Thema befragen. Hier hast Du den Vorteil, dass Du dich nur minimal mit dem Papierkram herumschlagen musst.

Bau erst nach Genehmigung starten

Erst wenn Du alle Informationen eingeholt hast, lohnt es sich, mit dem Bau wirklich anzufangen. Denke auch daran, den Mindestabstand zum Nachbargrundstück einzuhalten oder gegebenenfalls eine schriftliche Einwilligung deines Nachbarn einzuholen.

Tipp für "Selbstbauer"

Wenn Du nicht auf einen Hersteller zurückgreifen willst, sondern beim Bau und Design selbst Hand anlegen willst. Dir der Papierkram aber zu aufwendig ist, dann kannst Du ganz einfach zu einem Architektenbüro gehen und dich dort über die Notwendigkeit einer Baugenehmigung und diese gegebenenfalls gleich noch mit bearbeiten lassen. Somit musst Du dich kaum mit Anträgen beschäftigen und kannst dich voll auf dein Bauprojekt konzentrieren. Mehr erfahren

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