Zentralheizung

von Lars Fretler
(Köln)

Für viele Menschen ist die Thematik rund um die Heizung immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Als Heizungsfachberater wollen wir ein wenig Licht ins Dunkle bringen. Viele Haushalte in Deutschland verwenden eine Zentralheizung. Doch was charakterisiert eine Zentralheizung und sollte man lieber eine elektrische, öl- oder gasbetriebene montieren?


Die Zentralheizung ist die populärste Heizungsart in Deutschland. Meist befindet sich die Heizungsanlage in einem Raum im Keller. Von dort wird je nach Bedarf das enthaltene Wasser durch die Verbrennung des jeweiligen Brennstoffs erhitzt. Schließlich wird mit Hilfe einer Umwälzpumpe die Wärme über die Heizkörper in die Wohnräume verteilt.

Hauptsächlich unterscheidet man 3 Arten von Zentralheizungen. Die elektrische, die Öl- und die Gaszentralheizung. Wobei eine elektrische Zentralheizung eine eher seltene Erscheinung in deutschen Häusern ist.

Elektrische Zentralheizung

Der Hauptvorteil einer elektrischen Zentralheizung liegt darin, dass Sie nicht von endlichen Ressourcen der Umwelt abhängig ist und sich der Verbrauch im relativ konstanten Rahmen bewegt. Darüber hinaus sind elektrische Nachtspeicherheizungen einfacher zu installieren als die anderen Zentralheizungs-Geräte.

Im Hinblick auf die Nachteile, ist es erwähnenswert, dass die elektrische Zentralheizung stark vom jeweiligen Strompreis abhängig ist und dieser bis zu 4 mal so hoch liegt wie der aktuelle Gaspreis. Ein weiterer negativer Aspekt beruht auf der Tatsache, dass dieser Heizungstyp die Stromspeicher nachts auffüllt um diese über den Tag, als Wärme abzugeben. Das Heizen bedarf daher ein wenig Vorplanung und bietet keine Möglichkeit auf eine individuelle Handhabung.

Öl-Zentralheizung

Die Öl-Zentralheizung speist die Wärme durch Heizöl. Dies lohnt sich besonders für Menschen, die etwas außerhalb größerer Städte wohnen und daher durch einen eigenen Tank unabhängig von beispielsweise fehlenden Gasleitungen sind. Darüber hinaus ist eine Ölheizung technisch auf dem neuesten Stand und in der Lage, einen hohen Nutzungsgrad zu erreichen und auch einen großen Wärmebedarf zu tilgen.

Als Nachteil ist anzusehen, dass der Brennstoff in einem Heizöl-Tank gelagert werden muss. Der benötigte Platz muss einkalkuliert werden. Weiters muss dieser von Zeit zur Zeit durch einen Lieferanten aufgefüllt werden. Durch die Schwankungen des Rohölpreises fällt es daher schwer, die Betriebskosten im Vorhinein abzuschätzen, auch wenn man von keinem Versorger abhängig ist und so den günstigsten Preis wählen kann.

Gas-Zentralheizung

Der wesentliche Vorteil der Gas-Zentralheizung ist der Preis. Sowohl die Anschaffung als auch der Preis für den Brennstoff liegen in vertretbaren Rahmen. Hinzu kommt, dass die Technologie und Funktion der Gaskessel immer fortschrittlicher wurde und daher eine effiziente Art der Wärmegewinnung darstellt.

Besonders einfach ist die Installation bei einem Kesseltausch. Die Anschlüsse sind bereits gelegt und die Montage verläuft zügig. Durch die neue Gasheizungsanlage gelingt es dann, preisgünstiger die Wärme im Haus zu verteilen.

Allerdings weist auch die Gas-Zentralheizung Kritikpunkte auf. Die Gaspreise werden weiter steigen, und obwohl sie pro Einheit niedriger bleiben als z.B. die Stromkosten, sind sie bei weitem nicht billig. Ein weiteres Problem ist der fehlende Anschluss ans Gasnetz mancher Häuser. Dies sollte vorher zwingend geprüft werden. Das Herstellen der Verbindungen ist zwar prinzipiell möglich, oft ist es aber zu kostenintensiv als dass es wirklich realisiert werden könnte. Da es in Deutschland sehr wenige Gasvorkommen gibt, ist man vom Ausland und dadurch auch von etwaigen politischen Beziehungen abhängig.

 FAZIT:  Bei der Wahl für die passende Zentralheizung gilt es also, einiges zu beachten. Abschließend kann man sagen, dass alle Geräte ihre Vor- und Nachteile haben. Oftmals ist es daher eine persönliche Entscheidung, welcher Heizungstyp angeschafft werden soll. Beachtet werden sollten natürlich neben den Anschaffungskosten auch die Folgekosten. So müssen die Geräte beispielsweise in regelmäßigen Abständen gewartet oder inspiziert werden.

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