Ausbau oder Sanierung finanzieren - Diese Optionen gibt es

von Eric
(Münster)

Bild 1. Dieses Wohnzimmer benötigt mehr als nur einen neuen Bodenbelag. Das erforderliche Geld für die Renovierung gibt es möglicherweise von der Bank

Bild 1. Dieses Wohnzimmer benötigt mehr als nur einen neuen Bodenbelag. Das erforderliche Geld für die Renovierung gibt es möglicherweise von der Bank

Die Küche und das Badezimmer haben ihre besten Zeiten schon lange hinter sich. Das Wohnzimmer ließe sich wunderbar um einen Wintergarten erweitern. Die Wände im ganzen Haus würden auch wieder einmal einen neuen Anstrich vertragen und die Türen zeigen deutlich ihre Narben der Vergangenheit? Beim Blick auf den aktuellen Kontostand wird das wohl auch noch einige Zeit so bleiben müssen, denken sich wohl viele. Doch aktuell gibt es besonders gute Finanzierungsmöglichkeiten, um seine Wohnträume in die Tat umsetzen zu können.

Welcher Kredit ist der richtige für mich?

Sanierungskredit, Wohnkredit oder Modernisierungskredit? Viele Interessenten sehen den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und fragen sich, ob es sich bei all diesen Begriffen um ein und dasselbe handelt oder es doch Unterschiede gibt.


Die Bezeichnungen sind nicht willkürlich gewählt und es macht tatsächlich einen Unterschied, welche Art von Kredit für das eigene Projekt gewählt wird. Beispielsweise der Sanierungskredit ist in der Regel für energetische Sanierungsmaßnahmen bestimmt. Dazu zählen vor allem die folgenden Projekte:
  • Renovierung der Wärmedämmung
  • Erneuerung der Heizungsanlage
  • Austausch von Fenster und Türen
  • Erreichung des Effizienzhausstandards
Ein Sanierungskredit wird also nicht für Instandhaltungsarbeiten, Reparaturen oder optische Verschönerungen beantragt. Er ist die richtige Finanzierungsform, wenn es darum geht, durch eine Sanierung den Wert einer Wohnung oder eines Hauses durch eine Sanierung zu steigern oder den Energieverbrauch zu senken. Die Höhe der Finanzierung liegt in den meisten Fällen zwischen 5.000 und 50.000 Euro.

Wie finden Konsumenten den passenden Sanierungskredit?

Eine Möglichkeit, um einen Sanierungskredit zu beantragen ist eine entsprechende Anfrage bei der eigenen Hausbank. Das ist entweder im Rahmen eines persönlichen Besuchs des Beraters in der Stammfiliale oder durch eine einfache Anfrage per E-Mail möglich.

Das Problem dabei: In diesem Fall bekommen Konsumenten nur das Angebot ihrer Hausbank. Da sich die Konditionen jedoch ständig verändern, ist damit nicht garantiert, dass es sich dabei auch automatisch um das günstigste Angebot handelt. Was auf den ersten Blick vielleicht nur nach einem marginalen Unterschied aussieht, kann sich über die Laufzeit massiv auswirken.

Deshalb lohnt es sich, ein Angebot für einen Sanierungskredit bei einem unabhängigen Anbieter wie beispielsweise Smava einzuholen. Um einen angemessenen Kredit zu erhalten, kann auf der Plattform eine unverbindliche und kostenlose Anfrage gestellt werden.
Dafür werden einfach der gewünschte Finanzierungsbetrag und die Laufzeit sowie persönliche Angaben zur aktuellen finanziellen Situation in ein Formular eingegeben. Die persönlichen Daten sind erforderlich, damit die Berater ein Darlehen mit möglichst niedrigen Zinsen finden können.

Die Angebote flattern in den Briefkasten

In weiterer Folge erhalten Interessenten in den darauffolgenden Tagen entsprechende Angebote für Sanierungskredite entweder per E-Mail oder per Post zugeschickt. So ist es einfach möglich, die verschiedenen Kredite miteinander zu vergleichen und in aller Ruhe jenes Angebot auszuwählen, dass am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt, ohne sich dabei etwas aufschwatzen lassen zu müssen.

Der gewünschte Kredit kann einfach online beantragt werden. Dazu ist es erforderlich, die Unterlagen für den Antrag der jeweiligen Bank auszufüllen und gemeinsam mit den gewünschten Dokumenten einzureichen. Nach der Legitimation und der positiven Prüfung des Antrags erteilt die Bank den Sanierungskredit. Dieser kann entweder in Form eines Einmalbetrags ausgeschöpft oder auf Wunsch auch in Raten ausbezahlt werden.

Nicht auf die staatlichen Förderungen vergessen

Viele energetische Verbesserungen an Gebäuden und Sanierungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Gebäuden werden zusätzlich auch noch vom Staat gefördert. Entsprechende Förderkredite werden dabei von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergeben.

Gefördert werden dabei alle energetischen Maßnahmen, die zum KfW-Effizienzhaus-Standard führen. Doch auch einzelne Projekte wie beispielsweise die Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen, Keller- und Geschossdecken, die Erneuerung der Fenster und Außentüren oder die Optimierung der Heizungsanlage werden von der KfW gefördert, wenn sie bestimmte technische Mindestanforderungen erfüllen.

Die KfW vergibt dabei bis zu 120.000 Euro für die Komplettsanierung zum KfW-Effizienzhaus beziehungsweise bis zu 50.000 Euro für entsprechende Einzelmaßnahmen. Dabei muss nicht der gesamte Kredit zurückgezahlt werden. Je nach Projekt wird von der KfW dabei ein Tilgungszuschuss von bis zu 48.000 Euro in Abzug gebracht.

Wann ist ein Wohnkredit die richtige Wahl?

Ein Wohnkredit kommt für all jene in Frage, die einen finanziellen Spielraum benötigen, um dringend erforderliche Ausbau- oder Renovierungsarbeiten durchführen zu können. Die Einsatzgebiete eines Wohnkredits sind sehr vielfältig. Beispielsweise können damit die folgenden Vorhaben finanziert werden:
  • Modernisierung des Badezimmers (Etwa der Einbau einer neuen Duschkabine statt der Badewanne)
  • Einbau einer neuen Küche
  • Zusätzliche Schaffung von Wohnraum auf dem Dach oder im Keller
  • Erneuerung der Bodenbeläge
  • Installation von besser isolierten Fenstern
  • Errichtung eines zeitgemäßen Heizsystems
  • Kauf von Möbel für die Wohnzimmereinrichtung
Der Vorteil beim Wohnkredit ist, dass der Bank dabei nicht nur das Einkommen als Sicherheit dient, falls es zu Zahlungsausfällen kommen sollte, sondern darüber hinaus auch noch die jeweilige Wohnung oder das Haus. Deshalb wird die Bonität des Antragstellers in den meisten Fällen sehr hoch eingestuft.

Allerdings darf dieser Kredit dann auch tatsächlich nur im vertraglichen Kontext verwendet werden. Wer einen Wohnkredit beantragt, darf das Geld beispielsweise nicht in ein neues Auto oder in den nächsten Urlaub investieren.

Durch die gute Absicherung sind die Institute bereit, auch große Beträge über lange Laufzeiten zu vergeben. Ein Wohnkredit im Ausmaß von bis zu 100.000 Euro mit einer Laufzeit von 120 Monaten ist in der Praxis keine Seltenheit.

Wichtig dabei ist es, auf die Einräumung eines Sondertilgungsrechtes zu achten. So ist es möglich, Zusatzeinkünfte wie beispielsweise die Auszahlung einer Versicherung oder Gewinne aus Aktienfonds für die frühzeitige Abbezahlung des Kredits zu verwenden. Das kann die monatlichen Zinszahlungen und die Gesamtbelastung erheblich senken.

Was sind die Voraussetzungen für einen Wohnkredit?

Wer einen Wohnkredit beantragen möchte, muss eine Immobilie in Deutschland besitzen und darüber hinaus die folgenden Voraussetzungen erfüllen:
  • Der Antragsteller muss volljährig sein
  • Darüber hinaus ist ein regelmäßiges Einkommen erforderlich
  • Die Bonität sollte entsprechend gut sein
  • Für die Auszahlung wird ein Konto in Deutschland benötigt
(Quelle Beitrag-Fotos: Marianne / pexels.com)
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