Terrassenplanung – Informatives und Ideen für einen attraktiven Außenbereich

von Gaby
(Geldern)

Die Gestaltung der Terrasse sollte beim Hausbau nicht vernachlässigt werden. Planungsfehler können später ärgerliche Folgen haben wie beispielsweise Platzmangel oder negative Materialeigenschaften. Beim Bau des Eigenheims lässt sich der Außenbereich nach den persönlichen Vorstellungen einrichten. Die hier arrangierten Ideen und Tipps dienen der Inspiration.

Wünsche ermitteln und analysieren

Ob großzügiger Essplatz für gesellige Abende mit Familie und Freunden, Liegefläche zum Sonnen oder Spielecke für die Kinder - wer seine Wünsche kennt, kann die Terrasse bedarfsgerecht planen und muss sich später nicht über versäumte Gelegenheiten ärgern. Ein entscheidendes Kriterium ist die Fläche:
  • Weniger als 9 bis 12 Quadratmeter sollten Terrassen nicht aufweisen. Dies ist das Minimum für kleine Grundstücke.
  • Bereits ein Tisch mit vier Stühlen nimmt schnell 9 Quadratmeter ein. Sollen sechs Personen ohne Platzmangel am Tisch sitzen und sich frei bewegen können, sind zwölf Quadratmeter ratsam. Sobald mehr Personen bewirtet werden, reicht dieses Minimum nicht mehr. 20 Quadratmeter sind dann eher realistisch.
  • Soll zusätzlich Platz zum Sonnen und Spielen vorhanden sein, muss entsprechend mehr Raum eingeplant werden.
  • Hinzu kommt der Bereich an der Terrassentür, der etwa einen Meter für die Wegfläche für sich beansprucht.

Die Himmelsrichtung entscheidet über Licht und Schatten

Die Ausrichtung der Terrasse ist nicht weniger elementar. Abhängig davon, ob viel Sonne oder mehr Schatten gewünscht ist, wird die Himmelsrichtung gewählt. Eine Süd-Terrasse ist für Sonnenanbeter ideal. Hier lässt sich den ganzen Tag über Sonne tanken. Für diejenigen, die auf der Terrasse mit Sonne in den Tag starten möchten, ist der Osten für die Terrassenplanung sinnvoll.


Geht der Wunsch eher in den Genuss der Abendsonne, ist eine westliche Ausrichtung vorteilhaft. Und falls nicht anders möglich, kann auch einer Terrasse im Norden etwas Positives abgewonnen werden: An heißen Sommertagen lässt sich draußen erfrischender Schatten genießen.

Materialien für jeden Bedarf

Für den Terrassenbau kommen verschiedenste Materialien zum Einsatz. Ob Steinplatten, Holz, Edelstahl oder Wood-Plastic-Composite (WPC). Robustes Massivholz ist aufgrund seiner überragenden Vorteile besonders beliebt. Neben der authentischen Optik, der jeder Terrasse einen einladenden Charme verleiht, ist die Haptik des Naturmaterials erwähnenswert. Holz fühlt sich im Vergleich zu alternativen Materialien warm an, was sowohl bei Terrassenmöbeln als auch bei Terrassendielen und Geländern zugutekommt.

Um den optischen Unregelmäßigkeiten vorzubeugen, die sich aufgrund der Witterungseinflüsse ergeben, kann eine gezielte Vorvergrauung mit einem individuellen Anstrich durchgeführt werden. Diese Methode nutzen viele Malerfachbetriebe, um einen nahtlosen Übergang zur natürlichen Vergrauung von Holz im Außenbereich zu schaffen, die durch den Einfluss von Nässe und UV-Strahlung unvermeidbar ist.

Der deutsche Fachhändler Remmers hat spezielle Produkte entwickelt, die es auch Heimwerkern erlauben, ihr Holz grau zu lasieren und es gleichzeitig vor dem Austrocknen zu schützen. Die Lasuren und Öle dringen tief in die Holzstruktur ein und erzielen individuelle Grautöne. Wo die Produkte zu haben sind, lässt sich auf der Internetpräsenz des Herstellers mit einer Umkreissuche ermitteln.

WPC ist wiederum ein thermoplastisch verarbeiteter Werkstoff aus Holz und Kunststoff, der unter anderem als Terrassenboden im Einsatz ist. Das Material ist langlebiger als Vollholz, weil es eine vergleichsweise geringe Wasseraufnahme aufweist. Allerdings muss kritisch auf die Qualität geachtet werden, weil der Begriff WPC allein kein Stabilitätsgarant ist. Die Angebote unterscheiden sich teilweise deutlich voneinander.

Hinsichtlich der Festigkeit schneidet der Verbundwerkstoff schlechter ab als Massivholz. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist das Aufheizen von WPC: Die Oberfläche wird deutlich heißer als Holz, was beispielsweise beim Barfußlaufen auf der Terrasse im Hochsommer sehr unangenehm werden kann. Nähere Informationen zu WPC lassen sich auf der Internetpräsenz des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung nachlesen, das Herstellung, Beschichtung und Verklebung des Materials erforscht.

Auch Terrassenplatten aus Stein bringen positive und negative Aspekte mit sich. Sie sind frostsicher, robust und überleben Generationen. Nachteilig ist ihr kühler Charme und ihre Härte, was viele beim Begehen als unangenehm empfinden.

TIPP: Grundsätzlich haben alle Materialien Vor- und Nachteile. Um sich die Kaufentscheidung zu erleichtern, lohnt sich der Besuch von Fachhändlern, Baumärkten und Ausstellungen. Dort lässt sich anhand von Mustern ein Eindruck gewinnen.

Zonen und Abwechslung dank Pflanzen

Bei großen Terrassen kann es sich lohnen, Zonen für die verschiedenen Vorhaben zu schaffen. Zum Beispiel in Form einer beschatteten Fläche zum Essen und Grillen und einem Sonnenplatz mit Liegestühlen. Durch bewusst integrierte Unterbrechungen im Terrassenboden zum Bepflanzen, erhält die Terrasse einen abwechslungsreichen Charakter und eine Unterteilung vergleichbar mit den Räumen im Haus.

TIPP: Die Beschattung der Terrasse spielt eine zentrale Rolle. Doch auch hier erschweren zahlreiche Optionen die Entscheidung. In unserem Ratgeber zur Beschattung für Haus und Terrasse gehen wir auf die wichtigsten Lösungen ein.

(Quelle Beitrag-Foto: Marianne / pexels.com)

Hier klicken zum Senden von Kommentaren

Hier klicken zu Forum Beitrag, um selbst etwas zu schreiben

Top