Nach dem Bau Heizkosten sparen: Diese Stellschrauben reduzieren Ausgaben im Alltag
von Nicolas
Klimaschutz und die Reduzierung von Heizkosten gehören heute zu den zentralen Themen beim Hausbau. Doch tatsächlich gibt es auch nach dem Bau noch zahlreiche Möglichkeiten, die Heizkosten zu reduzieren und einen persönlichen Teil zur Energiewende beizutragen.
Gerade im Kontext steigender Energiepreise ist es wichtig, diese Maßnahmen zu kennen und zu praktizieren, denn nicht immer ist eine grundlegende Sanierung möglich oder überhaupt notwendig. Zu ihnen gehören sowohl schnelle Lösungen, die im Alltag einen Unterschied machen können, sowie langfristige Investitionen, die sich oft schon nach wenigen Jahren amortisieren.
Kleine Stellschrauben mit großer Wirkung
Wenn es um technische Lösungen zum Nachrüsten geht, sprechen Experten von all den Maßnahmen, mit denen man sich einen Eingriff in die Heizungsanlage spart. So können zum Beispiel
Heizkörperverstärker die Wärmeverteilung im Raum verbessern und dabei den natürlichen Konvektionsprozess unterstützen. Gerade in besonders großen Räumen oder bei Heizkörpern, die unter Fensterbänken versteckt sind, können diese Verstärker einen handfesten Unterschied machen.
Weitere einfache Optimierungen sind das regelmäßige Entlüften der Heizkörper, die Überprüfung der Thermostatfunktion und der etwaige Austausch des Thermostatkopfs.
Die richtige Einstellung der Heizungsanlage
Selbst die Art und Weise, wie die
Heizungsanlage genutzt wird, hat Einfluss darauf, welche Kosten jeden Monat entstehen. Die Heizkurve sollte genau an den tatsächlichen Wärmebedarf angepasst werden, damit hohe Vorlauftemperaturen vermieden werden können.
Mit Zeitprogrammen für Tag und Nacht sowie einer entsprechenden Absenkung bei Abwesenheit werden Geld und Emissionen gespart. Mit einem hydraulischen Abgleich wird die Wärme außerdem gleichmäßig im Haus verteilt, sodass unnötige Energieverluste vermieden werden können.
Und selbstverständlich gilt es auch, die Pumpen, Ventile und Regeltechnik regelmäßig zu kontrollieren, um kleine Defekte und die damit verbundenen Effizienzverluste zu vermeiden.
Punktuelle bauliche Nachbesserungen
Nun kann auch die Anlage in Teilen nachgebessert werden, ohne das gesamte System auszutauschen. Gerade in den unbeheizten Räumen des Hauses, also zum Beispiel im Keller und der Garage, geht Wärme verloren, wenn die Heizungsrohre den dortigen Temperaturen ausgesetzt sind.
Zu den einfachen Nachbesserungen, die sich fast immer lohnen und die nur wenig Zeit in Anspruch nehmen, gehört deshalb die Dämmung dieser Rohre. Mit nur wenig Aufwand ist sie langfristig wirksam, ohne dass man Experten zu Rate ziehen muss. Gerade bei Fenstern und Türen lohnt es sich, die Beschläge nachzujustieren und gegebenenfalls die Dichtungen auszutauschen, denn selbst die beste Installation leidet mit der Zeit.
Das gilt auch für Rollladenkästen, Dachluken und die Übergänge zwischen Kellerräumen, Dachböden und Garagen. Das Ziel ist bei diesen Maßnahmen nicht, das System zu ändern. Es geht lediglich darum, weniger Wärme zu verlieren.
Langfristige Investition und ein angepasstes Nutzerverhalten
Nun steht also fest, dass sowohl kleine Stellschrauben als auch das alltägliche Verhalten einen spürbaren Unterschied bei den Heizkosten machen können. Dazu gehört, die Raumtemperatur ganz bewusst auszuwählen und nicht ständig die Fenster auf Kipp zu haben.
Es ist besser, kurz intensiv zu lüften und den Heizkörpern selbst genug Platz zum Zirkulieren der Luft zu lassen, anstatt sie mit Möbeln zuzustellen. Auf diesem Wege fällt die Heizkostenrechnung schon bald geringer aus und man trägt seinen persönlichen Teil zur Klimawandel bei.