Warum sich der Umstieg auf LED-Technik rund um Haus und Hof heute doppelt lohnt

von Nicolas

Wer heute ein Haus baut, saniert oder einen Resthof bewirtschaftet, kommt an zwei Begriffen nicht mehr vorbei: Energieeffizienz und Autarkie. In Zeiten steigender Strompreise und eines wachsenden Bewusstseins für nachhaltiges Wirtschaften suchen immer mehr Selbstmacher nach Wegen, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern und gleichzeitig die Betriebskosten zu senken.

Ein oft unterschätzter Hebel in diesem Prozess ist die konsequente Umstellung der gesamten Beleuchtung auf moderne LED-Technik. Das betrifft heute das gesamte Ökosystem "Haus und Hof", inklusive der Außenanlagen und des hofeigenen Fuhrparks.

Der technologische Quantensprung

Der Wechsel von der klassischen Glühlampe oder Halogenleuchte zur LED, also der Lichtemittierenden Diode, ist mehr als nur ein Austausch des Leuchtmittels. Es ist ein Systemwechsel.

Während herkömmliche Leuchtmittel einen Großteil der Energie in Wärme umwandeln, was bei einer Stallbeleuchtung oder in der Werkstatt im Winter kaum ins Gewicht fällt, aber energetisch Wahnsinn ist, wandelt die LED den Strom fast direkt in Photonen um. Für den Selbstversorger oder Hausbesitzer bedeutet das:
  1. Geringere Last auf dem Stromnetz: Besonders bei alten Resthöfen mit schwach dimensionierten Leitungen entlastet der geringere Ampereverbrauch die Infrastruktur.

  2. Längere Wartungsintervalle: Eine LED hält bis zu 50.000 Stunden. Das bedeutet weniger Arbeit in schwindelerregender Höhe an der Scheunenfassade.

  3. Bessere Lichtqualität: Die Farbwiedergabe und die gezielte Lichtlenkung minimieren Lichtverschmutzung und verbessern die Arbeitssicherheit.

Sicherheit durch Sichtbarkeit

Ein autarker Hof erfordert auch in den Abendstunden oder im Winter volle Handlungsfähigkeit, weshalb die Hofbeleuchtung in Zonen unterteilt werden sollte. Während Wege mit Bewegungsmeldern und schwachen LED-Orientierungslichtern ausgestattet werden können, benötigen Arbeitsbereiche, wie der Holzspaltplatz oder die Einfahrt, leistungsstarke Fluter.

Hier spielt die LED-Technik ihre Stärken aus, denn sie bietet sofortige volle Helligkeit ohne Aufwärmphase, selbst bei zweistelligen Minustemperaturen. Das erhöht den Komfort, während es ein entscheidender Sicherheitsfaktor bei der Arbeit im Freien ist.

Effizienz macht vor dem Fuhrpark nicht halt

Wer ein großes Grundstück oder einen Hof bewirtschaftet, besitzt meist auch die entsprechenden Maschinen. Ob kleiner Kompakt-Traktor für die Grundstückspflege, ein Unimog oder ein klassischer Schlepper für die Forstarbeit - die Beleuchtung dieser Fahrzeuge ist oft veraltet. Im Sinne der ganzheitlichen Energieeffizienz auf dem Hof ist es sinnvoll, auch hier anzusetzen.

Viele Lichtmaschinen älterer Modelle sind bei gleichzeitiger Nutzung von Heizung, Radio und mehreren Arbeitsscheinwerfern am Limit. Durch den Einsatz moderner Leuchtmittel wird die Batterie geschont und die Lichtausbeute vervielfacht. Während im Wohnhaus oft die Lichtfarbe im Vordergrund steht, zählt im Arbeitsalltag die robuste Lichtleistung.

Ein modernes LED Abblendlicht für den Traktor verbraucht beispielsweise nur einen Bruchteil der Energie einer alten H4-Birne bei deutlich höherer Lumen-Zahl, was gerade bei nächtlichen Einsätzen im Winterdienst oder bei der Ernte einen enormen Sicherheitsgewinn darstellt.

Wann rechnet sich der Umstieg?

Für viele Selberbauer stellt sich die Frage der Amortisation. Bei einer durchschnittlichen Brenndauer von 4 Stunden pro Tag rechnet sich ein hochwertiger LED-Fluter im Außenbereich oft schon nach 12 bis 18 Monaten allein durch die Stromersparnis. Zusätzlich gewinnen Projekte zur Eigenstromnutzung wie zum Beispiel die Photovoltaik an Attraktivität.

Je geringer der Grundverbrauch durch effiziente Beleuchtung ist, desto kleiner und kostengünstiger kann der benötigte Stromspeicher dimensioniert werden. Effizienz ist somit die notwendige Vorstufe zur echten Autarkie.

Die Umstellung auf LED-Technik ist damit eines der einfachsten und effektivsten Projekte, die man am Haus und auf dem Hof in Eigenregie umsetzen kann. Von der hell erleuchteten Werkstatt über den sicher beleuchteten Hofweg bis hin zur modernisierten Fahrzeugfront ist jedes Watt, das nicht verbraucht wird, ein Gewinn für den Geldbeutel und die Umwelt.

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