Baukosten Passivhaus Bauen

von Manfred
(Stuttgart)

Eine klare Architektur passt optimal zum Passivhaus

Eine klare Architektur passt optimal zum Passivhaus

Wir würden gern ein Passivhaus bauen, sind aber noch nicht ganz sicher, ob wir uns das auch leisten können. Wie viel kostet ein Passivhaus im Vergleich zu einem normalen Haus? Kannst du uns brauchbare Informationen aus der Praxis geben?


MfG Manfred

Antwort

Servus Manfred,

wenn du wirklich ein Passivhaus bauen willst, kann ich dir schon heute sagen, dass du die Entscheidung nicht bereuen wirst. Im Gegenteil. Schon bei der ersten Betriebskostenabrechnung wird bei dir richtige Freude aufkommen.

Aber der Reihe nach: Wie hoch der tatsächliche Mehraufwand für das Bauen eines Passivhaus sein wird, hängt natürlich von verschiedenen Faktoren ab. Ungeachtet dessen, kann als Richtwert angenommen werden, dass die Baukosten bei einem Passivhaus durchschnittlich um etwa 10% höher liegen, als bei einem herkömmlichen Haus.

Das ist aber nur ein Durchschnittswert. Es kann nämlich auch sein, dass ein Passivhaus gar nicht mehr kostet. Häuser mit einem durchdachten Raumkonzept und einer geradlinigen, klaren Architektur können unter Umständen sogar weniger kosten.

Aber wie gesagt: Ohne dass ich jetzt weiß, welches Haus du tatsächlich haben möchtest, würde ich sicherheitshalber von den oben genannten Mehrkosten ausgehen.

Das betrifft aber nur die momentanen Investitionskosten. Meiner Ansicht nach sind bei einem Haus aber vor allem die Betriebskosten über die gesamte Lebensdauer von sehr großer Bedeutung. Und bei dieser Betrachtungsweise sind die Gesamtkosten bei einem Passivhaus mit Garantie am niedrigsten. Bei jährlichen Heizkosten (inkl. Warmwasseraufbereitung) von vielleicht 100 Euro ist das aber kein Wunder. Ein herkömmliches Haus kostet dagegen schon einmal leicht das Zehnfache.

Zusammengefasst bin ich der Meinung, dass die um etwa 10% höheren Investitionskosten für ein Haus im Passivhausstandard die beste Geldanlage überhaupt sind. Die spätere Ersparnis bei den monatlichen Betriebskosten ist sicher größer als die monatlichen Finanzierungskosten für die Mehrkosten. Daher spricht auch aus finanzierungstechnischer Sicht sehr viel FÜR ein Passivhaus. Schließlich fällt für dich mit einem Passivhaus die Unsicherheit der zukünftigen Betriebskosten weg und das bedeutet auch ein geringeres Risiko für die finanzierende Bank.

Die 3 schlagkäftigsten Argumente für ein Passivhaus sind aber trotzdem unbestritten:
  • Höchster Wohnkomfort
  • Absolute Behaglichkeit
  • Niedrigste Energiekosten
Also Manfred: Ein Passivhaus ist mit Sicherheit die beste Wahl! Und außerdem: Das scheinen auch heute noch nicht wirklich alle zu wissen: Ab 2020 ist der Passivhaus-Standard in der ganze EU ohnehin Pflicht.

Schon gewusst? In diesem Sinne...

Mehr Erfolg beim Hausbau!

Wilfried Ritter
Autor und Herausgeber
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HSB | Haus-Selber-Bauen.com
HBM | HausbauManager.com

PS:
Alle Baukosten meiner Webseite gibt es auch als Excel-Datei

Kommentare für Baukosten Passivhaus Bauen

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Passivhausstandard
von: Thomas

Sehr gute Seite und sehr guter Beitrag. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Gratulation!

MfG Thomas

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