Einleitung Niederschlagswasser

von Hermann
(Bayern)

Folgendes liegt mir auf dem Herzen: Wir haben die Möglichkeit, das Regenwasser auf unserem Grundstück zu versickern oder es direkt in die Kanalisation zu leiten.


Ich hätte gerne gewusst, was sich dauerhaft mehr rechnet und was sinnvoller ist?

Welche Kosten kommen bei den beiden Varianten jeweils auf mich zu?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

MfG Hermann

Antwort von Wilfried Ritter
Autor und Herausgeber
BaukostenManager.com:

Hallo Hermann,

aus Ihrer Frage kann ich leider nicht entnehmen, ob Sie Niederschlagswasser auf Ihrem Grundstück auch in die Kanalisation leiten DÜRFEN. Darüber hinaus haben Sie auch nicht erwähnt, ob es sich bei dem vorhandenen Kanal um einen Schmutzwasserkanal oder einen Regenwasserkanal handelt, wobei eine Einleitung - wenn überhaupt - nur in letzteren möglich sein wird.

Dass scheinbar die bauliche Möglichkeit besteht, da sanfallende Oberflächenwasser in eine vorhandene Kanalisation zu leiten, bedeutet jedenfalls keinesfalls, dass Sie das ohne Genehmigung der zuständigen Verwaltungsbehörde auch tun dürfen.

Daher mein dringender Rat: Fragen Sie unbedingt beim zuständigen Bauamt nach, wie Sie auf Ihrem Grundstück mit dem gesammelten Niederschlagswasser umgehen müssen.

Normalerweise hat jedes Bundesland eigene Regelungen, grundsätzlich muss sich aber jeder an das jeweils aktuelle Wasserhaushaltsgesetz bzw. an die jeweils gültigen Landeswassergesetze halten.

Da der naturnahe Umgang mit Regenwasser nicht nur in einzelnen Regionen, sondern überhaupt sehr an Bedeutung gewonnen hat, können Sie jedenfalls davon ausgehen, dass mit dem Thema der Bewirtschaftung von Niederschlagswasser mittlerweile in den meisten Gemeinden recht sensibel umgegangen wird.

Auf den Punkt gebracht: Eine Einleitung von Niederschlagswasser in oderirdische Gewässer oder in einen Kanal wird nur dort genehmigt werden, wo keine Versickerung möglich ist. Damit stellt sich nur mehr die Frage:

Wohin mit dem Niederschlagswasser?

Eine rasche Antwort liefert Ihnen das Programm BEN - Beurteilung der Erlaubnisfreiheit von Niederschlagswasser. Der Link zu BEN führt zwar zum Bayrischen Landesamt für Umwelt, die Fragen werden aber sicherlich auch für IHRE Region von Bedeutungs ein.

Zu den Kosten: Die beiden Varianten werden sich im Hinblick auf die Baukosten schlussendlich nicht wesentlich unterscheiden. Auch wenn eine Einleitung in einen Kanal bewilligt wird, macht es Sinn, das Regenwasser zu sammeln (z.B. für die Gartenbewässerung) und nur den Überschuss in Form eines Überlaufs einzuleiten.

Mehr Erfolg beim Hausbau!

Wilfried Ritter
Autor und Herausgeber

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