Luftdichter Fenster-Einbau: Verständlich erklärt, warum das so wichtig ist

MIT DEM Fenster-Einbau bekommt Ihr Haus ein mehr oder weniger markantes Aussehen. Große oder kleine, bunte oder weiße Fenster. Rund, eckig oder dreieckig. Fenster aus Kunststoff oder Aluminium Fenster. Oder aber Holzfenster oder ein Fenster aus Holz mit Alu kombiniert. Das alles hängt von Ihrem persönlichen Geschmack ab. Wofür Sie sich schlussendlich auch entscheiden - Ihre neuen Fenster werden zumindest aus technischer Sicht richtige Universalgenies sein...

Luftdichter Fenster-Einbau

Immerhin schützen Ihre Fenster gleichzeitig vor Kälte, Hitze und vor Einbrechern - und damit wird eigentlich schon sehr deutlich, dass Fenster eine ziemlich wichtige Angelegenheit sind.

Besonderes Augenmerk muss allerdings unbedingt auf den Einbau der Fenster gelegt werden. Die fachgerechte Montage der Fenster ist nämlich ein mehr als kritischer Punkt - vor allem dann, wenn Sie beabsichtigen, Ihr Haus selber zu bauen. Oder wenn Sie - aus welchen Gründen auch immer -  zumindest den Fenster-Einbau in Eigenregie erledigen wollen. Lesen Sie hier, warum...

Worauf es beim Fenster-Einbau wirklich ankommt

GLEICH VORWEG: In den letzten Jahren hat sich die Art, ein Haus zu bauen grundlegend geändert. Dank explodierter Energiepreise wird - zum Vorteil der Hausbesitzer und im Gegensatz zu früher - heute weitgehend luftdicht gebaut. Das Ergebnis sind durchwegs Energiesparhäuser der neuesten Generation, im besten und empfehlenswertesten Fall sogar Passivhäuser.

Luftdichter Fenster-Einbau

Die natürliche "Belüftung" der Wohnräume über offene Fugen oder sogar Steckdosen (mit dem Kerzen-Test jederzeit leicht überprüfbar) ist jedenfalls definitiv nicht mehr der "Stand der Technik" und gehört daher der Vergangenheit an. Im Hinblick auf den Fenster-Einbau bedeutet das vereinfacht ausgedrückt:

  • Die Fenster müssen luftdicht montiert werden - und zwar innen dichter als außen.

Von dieser bauphysikalischen Grundregel werden vielleicht auch Sie schon gehört haben. Zumindest dürfte es sich mittlerweile schon bei allen Bauherren und Hausbesitzern herumgesprochen haben, dass gerade die Anschlussfuge zwischen Fenster und angrenzendem Bauteil in jeder Hinsicht fachgerecht ausgeführt werden muss.

  • Damit sollten die Zeiten, in denen diese Anschlussfuge eine der undichtesten Stellen in einem Haus war, eigentlich vorbei sein. Eigentlich...

Bemerkenswert ist nämlich, dass dieser nicht gerade erfreuliche Umstand - nämlich mit einer undichten Bauanschlussfuge leben zu müssen - noch immer nicht der Vergangenheit angehört.

Auch heute noch werden speziell beim Fenster-Einbau gravierende Fehler gemacht, die bei einer fachgerechten Ausführung leicht zu vermeiden gewesen wären.

Warum auch heute immer noch viele Bauherren glauben, es würde ausreichen, die Fugen der Fenster wie früher mit einem PU-Schaum "abzudichten", ist nicht ganz klar. An den Fachinformationen, die dank Internet überall ganz einfach zu finden sind, kann es wohl kaum liegen.

Eine Ursache für das im wahrsten Sinne des Wortes gemeinte Verschließen der Augen vor den in optischer Hinsicht recht unscheinbaren Anschlussfugen dürfte vielmehr tatsächlich der Umstand sein, dass diese kleine Fuge zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk (oder Holz oder Beton) schlicht und einfach aufgrund ihrer unscheinbaren Größe nur sehr wenig Beachtung findet.

Dabei spielen sich genau in diesem fast winzigen Spalt bauphysikalische Vorgänge ab, die ganz logisch sind und gleichzeitig, dramatische Auswirkungen haben, WENN diese Fuge nicht fachgerecht abgedichtet wird


Was genau passiert bei der Fuge zwischen Fensterrahmen und dem angrenzenden Bauteil?

Zuerst einmal eine bauphysikalische Tatsache:

  • Luft enthält Wasserdampf.
  • Warme Luft enthält mehr Wasserdampf als kalte Luft.

Stellen Sie sich nun vor, es ist draußen kalt und im Haus drinnen schön warm. Die Luft innen ist somit viel feuchter als die trockenere Außenluft. Und weil es nun einmal ein physikalisches Gesetz ist, dass sich die feuchte Innenluft und die trockene Außenluft auszugleichen versuchen, sucht sich die feuchte Innenluft den Weg über die Fenster-Anschlussfuge, um nach außen zu gelangen.

Und wo liegt jetzt das Problem? Ganz einfach: Auf dem Weg nach außen kühlt die feuchte Innenluft immer mehr ab. Und irgendwann wird ein Punkt erreicht, an dem die immer trockener werdende Luft - vereinfacht ausgedrückt - ihr Wasser einfach abgibt - es kondensiert.

Das Ergebnis: Dieser spezielle Punkt - der Taupunkt - liegt irgendwo im Bereich der Wärmedämmung rund um den Fensterrahmen. Genau dort bildet sich nun Wasser und das sind die mehr oder weniger bekannten Folgen:

  • Das Wasser zerstört die Wärmedämmung.
  • Es beginnt zu schimmeln und ein massiver Bauschaden beginnt zu entstehen
Undichter Fenster-Einbau

Sie sind daher gut beraten, dafür zu sorgen und sorgfältig darauf achten, dass beim fachgerechten Fenster-Einbau die Anschlussfuge auf der Raumseite zusätzlich mit speziellen, diffusionsdichten Dichtungsklebeband abgedichtet wird.

ÜBRIGENS: Dass die Luftdichtheit Ihres Hauses durch eine Blower-Door-Messung nachgewiesen werden muss, sollten Sie eigentlich schon einmal gehört haben. Falls nicht, sollten Sie bei Gelegenheit vielleicht auch ein Blick auf dies Informationsseite werfen: "Blower-Door-Messung: Alles, was Bauherren darüber wissen müssen, auf den Punkt gebracht"

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Das Prinzip "Schnellkochtopf"

Um Ihnen anschaulich zu erklären, was in einem Haus überhaupt "passiert", hier eine anschauliche, textlich leicht veränderte Erklärung aus einer im Internet veröffentlichten Information des Sachverständigen für das Glaserhandwerk Jürgen Sieber.

Ein modernes und luftdicht gebautes Haus ist im Wesentlichen mit einem "Schnellkochtopf" vergleichbar. So ein Schnellkochtopf ist luftdicht, wobei Im Topf mehr Feuchtigkeit ist als außerhalb und zwar bei gleichzeitig höherer Temperatur. Dieser Umstand erzeugt einen Dampfdruck, der beim Kochtopf mit gewaltiger Kraft durch das Sicherheitsventil entweicht.

In einem Haus ist die Luftfeuchtigkeit normalerweise ebenfalls höher als außerhalb und auch die Temperaturen sind innerhalb eines Hauses höher als draußen. Dadurch entsteht im Haus ein Dampfdruck, der zwar nicht mit dem Druck im Schnellkochtopf vergleichbar ist, aber trotzdem rund um die Uhr und etwa zweihundert Tage im Jahr (während der Heizperiode) vorhanden ist.

  • Werden jetzt das Dach und die Wände luftdicht ausgeführt, sind die Fensteranschlussfugen die Angriffspunkte für den Dampfdruck.

Ohne eine innere Abdichtung, besteht - bei heutiger Niedrig-Energie-Bauweise - die Gefahr, dass bedingt durch den inneren Dampfdruck, die Raumfeuchtigkeit in die Dämmung zwischen Fensterrahmen und Wand wandert. Dort kühlt sie ab und schlägt sich als Tauwasser (Kondenswasser) nieder.

  • Eine feuchte Dämmung ist dabei vergleichbar mit einem feuchten Pullover. Im Klartext: Die Wärmedämmung ist dahin!

Daher kann nur eine auf Dauer trockene Fugendämmung den Fensteranschluss warm halten und durch Kondenswasser entstehende Schäden verhindern. Und genau deshalb wird in allen einschlägigen Normen und Richtlinien der luftdichte Fenster-Einbau verlangt.

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