Bauausschreibung: Ihr einziger Weg zu vergleichbaren Angeboten

Bauausschreibung: Ihr einziger Weg zu vergleichbaren Angeboten

"Mit dem Muster-LV können Sie auch als privater EFH-Bauherr und weitgehender Laie selbst eine professionelle Bauausschreibung durchführen."

Alles, was auch Sie dazu brauchen, ist in den Excel Ausschreibungs- und Kalkulations-Vorlagen enthalten.

Muster-LV | Basis-Wissen 'Angebote einholen'

FAQ Bauausschreibung. Antworten auf wichtige grundsätzliche Fragen

Was ist eigentlich eine Bauausschreibung?

Die schriftliche Einladung an verschiedene Firmen, als Anbieter ein Angebot für die ausgeschriebenen Bau- und Handwerkerleistungen abzugeben.

Dazu bekommen die vom Ersteller der Bauausschreibung (also von IHNEN) ins Auge gefassten Firmen, die den Auftrag ausführen könnten, alle nötigen Ausschreibungsunterlagen zugeschickt. Darin enthalten sind: 

  • Begleitschreiben. Damit erkennt der Anbieter mit einem Blick, um welche Bauleistungen es geht und bis wann ein Angebot erstellt werden muss.
Begleitschreiben
  • Leistungsverzeichnis. Das LV ist in ein Leerexemplar mit leeren Preis-Eingabefeldern. Bei ausgewählten Leistungspositionen muss der Anbieter auch das angebotene Produkt angeben.
LV Leerexemplar

Pläne. Aus den Plänen muss der Anbieter alle wichtigen Abmessungen und Maße ablesen können. Damit kann er nachvollziehen und überprüfen, wie die im Leistungsverzeichnis angegebenen Mengenangaben berechnet wurden.

Planunterlagen

Welchen Vorteil hat eine Bauausschreibung?

Die Bauausschreibung ist schlicht und einfach die absolut einzige Möglichkeit, vergleichbare Angebote zu bekommen. Auch für Ihr Bauvorhaben gelten diese grundsätzlichen Punkte:

  • Das Leistungsverzeichnis (LV) ist die Grundlage für den Bauauftrag.
  • Mit dem LV wird ganz genau festgelegt, welche konkreten Bau- und Handwerkerleistungen angeboten und ausgeführt werden sollen.
  • Mit dem LV wird genau vorgegeben, zu welchen Bedingungen der Auftrag für die Durchführung der erforderlichen Bauarbeiten vergeben wird.
  • Mit dem LV gibt der Anbieter bekannt, zu welchen Preisen er breit ist, die geplanten Bauarbeiten durchzuführen.

Die Grundlage für die Bauausschreibung ist also das Leistungsverzeichnis. Die eingangs gestellte Frage müsste daher eigentlich richtig lauten...

Welche Vorteile hat ein Leistungsverzeichnis?

Auf den Punkt gebracht: Mit dem LV kommen Sie zu Ihrem Haus. Das wiederum bedeutet gleichzeitig, dass es ohne Leistungsverzeichnis auch kein Haus gibt. Als Bauherr sollte Ihnen Folgendes immer klar sein:

  • Ohne Leistungsverzeichnis können Sie nicht in Erfahrung bringen, wie viel Ihr Haus tatsächlich kosten wird und ob Sie sich das auch leisten können. 

  • Ohne Leistungsverzeichnis ist keine Bauausschreibung möglich, somit bekommen Sie auch keine vergleichbaren Angebote. 

  • Ohne vergleichbare Angebote kein seriöser Preisvergleich und somit auch keine Auftragsvergabe möglich. Alles andere wäre fahrlässig.

  • Ohne Leistungsverzeichnis daher auch kein Bauauftrag, ohne Bauauftrag auch kein Hausbau, ohne Hausbau wiederum kein Haus.

  • Und damit wie auch schon oben auf den Punkt gebracht angeführt: Ohne Leistungsverzeichnis auch kein Haus.

Kann ich auf eine Bauausschreibung verzichten?

Unter Umständen, ja. Es gibt allerdings nur zwei konkrete Gründe, keine (umfassende) Bauausschreibung zu machen und damit auf den Versand von Ausschreibungsunterlagen zu verzichten:   

  1. Wenn Sie sich bereits für einen bestimmten Hausanbieter entschieden haben und auch schon ein entsprechendes Angebot vorliegt.

  2. Wenn Sie sich schon alleine auf die Suche nach einer geeigneten Hausbaufirma gemacht und von dieser auch schon ein Angebot für ein Haus  bezugsfertiges Haus bekommen haben.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Sie auch auf ein Leistungsverzeichnis verzichten können. Ein detailliertes LV sollten Sie in jedem Fall erstellen.

Fehler beim Einholen von Angeboten

Eigentlich jeder Bauherr, der bei beliebigen Firmen eine Preisanfrage gestellt hat, ist am Anfang davon überzeugt, problemlos alle erhaltenen Angebote vergleichen zu können, um herauszufinden, wer der günstigste Anbieter ist.

Spätestens dann, wenn festgestellt wird, dass verschiedene Produkte angeboten wurden, bleibt den meisten Bauherren nichts anderes übrig, als die sprichwörtlichen Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

Keine gute Idee...

Einer der größten Fehler beim Hausbau...

Wenn sich private Bauherren dazu entschließen, bei verschiedenen Bauunternehmen um Angebote für den geplanten Hausbau anzufragen, läuft der in Kurform aufgezeigte Vorgang interessanterweise immer gleich ab:

  • Kontaktaufnahme / Anruf bei einer regional bekannten Baufirma, die schon viele Häuser in der Gegend gebaut hat. Oft ist sogar irgendein Firmenmitarbeiter oder Bauleiter persönlich bekannt.
  • Bekanntgabe, dass ein Haus gebaut werden will. Vereinbarung eines Besprechungstermins auf dem Baugrundstück, damit sich der - nennen wir ihn "Bauleiter" - ein Bild vom zukünftigen Bauplatz machen kann.
  • Präsentation von (nicht selten selbst angefertigten) Hausplänen und ausführliche Erklärung, was alles gewünscht wird.

Der Bauleiter nimmt alles zur Kenntnis, bringt eigene Ideen ein, klärt auf, wie alles ausgeführt werden sollte, macht Material- und Produktvorschläge und verspricht am Ende des Besprechungsmarathons, über alles Bescheid zu wissen und kündigt einen mehr oder weniger detaillierten Kostenvoranschlag an.

Weil ja bekannt ist, dass unbedingt mehrere Vergleichsangebote eingeholt werden müssen, werden in der Regel zwei weitere Firmen kontaktiert.

Also Anruf bei der nächsten Firma, Vorgehensweise im Wesentlichen wie bei der ersten Firma.

Nur mit dem kleinen Unterschied, dass der Bauherr beim zweiten Gespräch halt schon etwas mehr "Erfahrung" gesammelt hat. Und auch bei der nächsten Besprechungsrunde mit dem dritten Unternehmen läuft wiederum alles ähnlich ab. Schlussendlich wurden jedenfalls alle Bauleiter auf den gleichen Kenntnisstand gesetzt und jeder weiß, was angeboten werden muss.

Nach vielleicht einer Woche oder vierzehn Tagen liegen alle Angebote vor - und so gut wie immer gibt es große Unterschiede beim ersten schnellen Angebotsvergleich.

  • Der erste Blick auf das jeweilige Angebot wandert jedenfalls immer zuerst einmal auf die letzte Seite, wo der Gesamtpreis angegeben ist.
  • Damit steht im Unterbewusstsein auch schon der "Gewinner" fest.

Bei nähere Betrachtung und der ersten genaueren Analyse der verschiedenen Angebote stellt sich dann aber doch relativ rasch heraus, dass eigentlich jedes Bauunternehmen etwas anderes angeboten hat.

Ohne ins Detail zu gehen: Etwas anderes war auch nicht zu erwarten. Jede Firma hat einfach nur das eigene, bei vielen anderen Bauvorhaben bewährte System angeboten:

  • Den eigenen Wandaufbau mit der bevorzugten Ziegelmarke und dem dazu passenden Fassaden-Dämmsystem.
  • Bevorzugte Produkte und Materialien der firmeninternen Markenpartner.
  • Bewährte Haustechniksysteme.
  • Und so weiter und so fort...

JA, natürlich: Jede Firma hat den Kostenvoranschlag bzw. Kostenanschlag auf ein bestens funktionierendes und aufeinander abgestimmtes System abgestimmt und jedes Angebot wird mit Sicherheit seine Berechtigung haben. Aber...

Wie die Angebote vergleichen?

Um es kurz zu machen: Ohne Bauausschreibung, bei der jede Firma die gleichen Leistungen anbieten muss, ist kein seriöser Preisvergleich möglich. Sie wissen also nie, wie viel die angeboten Leistungen tatsächlich kosten.

  • Lernen Sie hier, wie Sie bei der Preisanfrage richtig vorgehen müssen, um schlussendlich vergleichbare Angebote vergleichen zu können.
  • NUR darauf kommt es an - alles andere wäre ein großer Fehler, den nur Bauherren begehen, die ihre eigenen Fähigkeiten maßlos überschätzen.

Von hier aus kommen Sie zu allen Informationen, die Sie brauchen, um auch selbst eine professionelle Bauausschreibung durchzuführen...

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