FAQ Baukostenindex, Baupreis- und VPN-Index: Was diese Werte konkret bedeuten

WENN es darum geht, die aktuellen Baupreise oder Baukosten für die Errichtung eines Einfamilienhauses richtig einzuschätzen, werden private Bauherren durch die Veröffentlichung von verschiedenen Indexzahlen oft unnötig verunsichert. Das kann auch Kunden betreffen, die sich eine der verfügbaren Editionen des Hausbaukostenbuchs mit allen auf dieser Website veröffentlichten Preisen zugelegt haben.

Baukostenindex

Wird irgendwo ein neuer Baukostenindex bekannt gegeben, stellen sich jedenfalls häufig Fragen, die durchaus berechtigt sind - vor allem dann, wenn die veröffentlichte Indexzahl für die Baukosten scheinbar überdimensional hoch oder niedrig ausfällt. Mitunter sorgt aber auch ein allfälliger Vergleich mit anderen Verbraucherpreisen, die wiederum gar nicht so rasant gestiegen oder gefallen sind, für eine gewisse Verwirrung.

Falls auch Ihnen nicht ganz klar ist, was die verschiedenen Indexzahlen aussagen und bedeuten, wie die Werte konkret zu verstehen sind oder ob die auf dieser Website veröffentlichten Preise überhaupt stimmen, können Sie sich hier umfassend informieren.

Bevor Sie sich mit den in Ihren Augen vielleicht etwas "undurchsichtig" scheinenden Dingen etwas näher befassen, sollten Sie wissen, dass Sie die im Hausbaukostenbuch und auf dieser Website angeführten Preise mit gutem Gewissen in jedem Fall als Richtwerte für die Errichtung IHRES Einfamilienhauses heranziehen können.

Und zwar unabhängig davon, ob sich durch einen irgendwo veröffentlichten Baukosten- oder Baupreisindex eine mehr oder weniger große Preisänderung ergeben würde. Die  tatsächlichen Errichtungskosten für Ihr geplantes Bauvorhaben können nämlich ohnehin immer nur über eine professionelle Bauausschreibung in Erfahrung gebracht werden. Ohne Ausnahme - ohne Wenn und Aber.

Tatsache ist dabei allerdings, dass die meisten privaten Bauherren - aus welchen unverständlichen Gründen auch immer - auf eine Bauausschreibung verzichten und damit zumindest indirekt dazu beitragen, dass der Baupreisindex ansteigt. Und das schlicht und einfach nur deshalb, weil sich die statistisch erfassten Ausführungspreise der Bauunternehmen ohne professionelle Bauausschreibung mangels Wettbewerb und Preisvergleich unnötig erhöhen.

Im Klartext: Weil viele Bauherren schlussendlich viel zu teuer einkaufen...

FAQ:  Antworten auf häufig gestellte Fragen über Baukostenindex, Baupreisindex & VPN-Index

  WICHTIGER HINWEIS!  Eine der häufigsten Fragen, die in Zusammenhang mit dem Hausbaukostenbuch gestellt wird, betrifft die Veröffentlichung der aktuellen Index-Zahlen durch die EU-Kommission. Die detaillierten Informationen dazu sind daher direkt auf der Hausbaukostenbuch-Infoseite zu finden. Hier der Link:

Hier die wichtigsten Antworten auf häufig gestellte Fragen über die Aktualisierung und Veränderung der Baupreise auf Basis der veröffentlichten Index-Zahlen.


Welche Index-Zahlen sind "richtig"?

Richtig sind vermutlich alle veröffentlichten Index-Zahlen. Die Frage sollte allerdings lauten, ob die Index-Zahlen Auswirkungen auf IHR Bauvorhaben haben. Und hier können sich schon einmal die Geister scheiden. Warum?

Weil die Index-Zahlen keinen Aufschluss darüber geben, wie hoch die von den Bauunternehmen eingerechnete Gewinnspanne war. Aus den Index-Werten lässt sich also nicht ablesen, ob die von den Bauherren an die Bauunternehmen bezahlten Preise "im Rahmen" lagen oder eben nicht.

Hier unten eine leicht verständliche Grafik, die veranschaulicht, wie sich die Baukosten zusammensetzen, wie daraus die Baupreise für den Bauherrn werden und wie dadurch der Verkaufspreis entsteht, den der Kunde schlussendlich zu bezahlen hat. (Rot markiert ist jeweils die Gewinnspanne)

Baukostenindex - Zusammensetzung der Baukosten

Siehe auch: Was ist der der Baupreisindex und was sagt dieser aus?

Stimmen die auf dieser Website angegebenen Preisangaben wirklich?

Kurz und bündige Antwort: JA

Warum die Preisangaben auf Haus-Selber-Bauen.com stimmen, liegt übrigens auf der Hand: Weil alle Preise Richtwerte darstellen und es in der Natur der Sache liegt, dass derartige Richtpreise von den tatsächlichen Preisen auch abweichen können.

Andernfalls müsste es sich bei den auf dieser Website angeführten Preisen um eine aktuelle "Preisliste" handeln, was aber ausdrücklich nicht der Fall ist. Eine derartige Preisliste kann es nämlich naturgemäß gar nicht geben.

An dieser Stelle noch einmal zur Erinnerung, wie die auf meiner Website veröffentlichten Preise zu verstehen sind:

Gratis eBook PreisInfo Total

Alle auf dieser Website Haus-Selber-Bauen.com und in meinen Publikationen angegebenen Preise sind Endverbraucherpreise in Euro, enthalten somit die jeweils gültige Mehrwertsteuer und stellen Richtwerte für die Errichtung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses dar.

Und ganz wichtig: Bei den Preisen handelt es sich um jene Preise, mit denen ein Bauunternehmen kalkuliert und die auch Sie im Rahmen einer professionellen Ausschreibung der von Ihnen geplanten Bauleistungen erzielen können. ***

*** Zitat aus meinem Gratis Ratgeber-eBook PreisInfo Total, welches auf allen wichtigen Seiten dieser Website zu finden ist und jederzeit mit nur einem Klick völlig barrierefrei heruntergeladen werden kann. Wenn Sie möchten, auch gleich hier.

Stimmen die Preise im Hausbaukostenbuch mit den Preisen auf der Website überein?

Im Prinzip ja. Aber halt nur im Prinzip.

Im Gegensatz zu den einzelnen Länder-Ausgaben des Hausbaukostenbuchs im Dateiformat PDF (= HKB Edition Bronze Standard) handelt es sich bei den Preisen, die auf der Website zu finden sind, nämlich um die EU-Durchschnittspreise. Das sind jene Preise, die im gesamten EU-Raum erhoben wurden und somit nicht für ein bestimmtes Land gelten, sonder eben "nur" den Durchschnittspreis aller Länder darstellen. Konkret...

  • Diese Durchschnittspreise stellen den Vergleichswert VPN-Index EU28 = 100 der von der EU veröffentlichten Indexreihe "Vergleichenden Preisniveaus" dar. Damit kann einfach dargestellt werden, wie viel mehr oder weniger etwas in einem anderen Land kostet.
  • Um die für IHR Land gültigen Baupreise zu bekommen, müssen also die auf der Website angegebenen EU-Durchschnittspreise mit dem von der EU veröffentlichten VPN-Index umgerechnet werden. Genau das wurde beim PDF-Hausbaukostenbuch getan.

Einfach erklärt...

  • Angenommen, der aktuelle VPN-Index für IHR Land beträgt beispielsweise 105. In diesem Fall sind die Preise in Ihrem Land im Vergleich zu den auf der Website angegebenen Baupreisen um 5 Prozent höher.

  • Angenommen, der aktuelle VPN-Index für IHR Land beträgt beispielsweise 90. In diesem Fall sind die Preise in Ihrem Land im Vergleich zu den auf der Website angegebenen Baupreisen um 10 Prozent niedriger.

Und weil es nun das Hausbaukostenbuch im Dateiformat PDF in mehr als 30 Länder-Versionen gibt, hat daher jede einzelne Länderausgabe auch eigene Preise.

Auf den Punkt gebracht...

  • Bereits in der Standard-Version Hausbaukostenbuch Edition Bronze sind in allen Länderausgaben die jeweils aktuellen Preise enthalten - und zwar in Form einer nicht veränderbaren PDF-Datei.

 NICHT  VERGESSEN...  Wenn Sie die Preise - für welchen Zweck auch immer - bearbeiten möchten, sollten Sie sich daher für das Hausbaukostenbuch Edition Silber Premium entscheiden. In diesem Fall bekommen Sie dann zusätzlich zu den PDF-Dateien auch noch alle Preise als XLS Excel-Datei, die beliebig bearbeitet werden kann.

Welche Preisbasis gilt für die auf der Website veröffentlichten Preise?

Zuerst ein kurzer Hinweis: Die auf der Website angegeben und vom vom Autor Wilfried Ritter als EU-Durchschnittspreise ermittelten und festgelegten Preise wurden erstmals im Jahr 2010 veröffentlicht - das ist auch das Jahr der Erstveröffentlichung des Hausbaukostenbuchs.

Zum Zeitpunkt der Erstveröffentlichung im Jahr 2010 war die Preisbasis 2010/2011. Da sich die tatsächlich erzielbaren Vergabepreise - das sind jene Preise, die über eine professionelle Bauausschreibung und Auftragsvergabe erzielt werden - im Lauf der Zeit naturgemäß ändern können, werden die auf dieser Website angegebenen Preise immer wieder auf ihre Aktualität überprüft.

Bei der zuletzt durchgeführten Überprüfung wurden stichprobenartig die Preise der wichtigsten Leistungspositionen für die Durchführung der Baumeisterarbeiten mit den aktuellen Vergabepreisen verglichen. Das Ergebnis...

Die Preise sind aktuell - Preisbasis ist daher:

Nähere Informationen über die Aktualität der Preise ergeben sich aus der hier weiter unten beantworteten Frage, wann die Preise auf dieser Website aktualisiert werden...

 GUT ZU WISSEN:   Im Gegensatz zur Preisbasis gibt es auch eine Preisgrundlage - damit wird ausgedrückt, unter welchen Umständen die Preise gelten. Detaillierte Informationen darüber lesen Sie bitte bei Bedarf auf der Infoseite Preisgrundlage für alle angeführten Hausbau-Kosten auf dieser Website nach.

Wann werden die Preise auf der Website aktualisiert?

Grundsätzlich können die auf der Website veröffentlichten Preise jederzeit als Richtwerte zur Ermittlung der Baukosten für die Errichtung eines Einfamilienhauses herangezogen werden.

Da sich die Baupreise und Baukosten aber schon allein aufgrund der Inflation über die Jahre mehr oder weniger stark verändern können, werden diese etwa alle 3 bis 5 Jahre vom Autor und Herausgeber Wilfried Ritter auf ihre Aktualität überprüft.

Bei der zuletzt durchgeführten umfassenden Überprüfung zeigte sich allerdings, dass die auf der Website und damit auch die im Hausbaukostenbuch angegebenen Preise immer noch am weitgehend aktuellen Stand sind.

  • Bemerkenswert ist dabei, dass sich die von den statistischen Ämtern verlautbarten Werte für den Baukosten- und Baupreisindex im Wesentlichen NICHT auf die tatsächlichen Vergabepreise ausgewirkt haben. Bemerkenswert deshalb, weil sich der Baukostenindex jedes Jahr im Durchschnitt um rund 2 Prozent verändert bzw. erhöht hat - zumindest nach den Angaben der staatlichen Statistiker.

Bei näherer Betrachtung zeigt sich aber, dass der von den statistischen Ämtern veröffentlichte Index der Baupreise offensichtlich nicht die Entwicklung der tatsächlichen Marktpreise widerspiegelt. Das liegt vermutlich auch daran, dass in den Zeitraum ab 2010 eine ziemliche Wirtschaftskrise fällt, die sich in der Realität anders ausgewirkt hat als auf dem Papier...

  FAZIT:  DERZEIT ist keine Änderung der auf der Website und im Hausbaukostenbuch angegebenen Preise erforderlich. Die Preisentwicklung wird aber auch in den nächsten Jahren genau beobachtet - und wenn nötig, werden dann die Preise bei Bedarf aktualisiert.

Wie lang sind die auf der Website angegebenen Preise gültig?

Da sich die Baupreise und Baukosten aufgrund der Erfahrungswerte der vergangenen Jahre pro Jahr immer nur um weniger als zwei Prozent erhöhen, kann davon ausgegangen werden, dass die auf der Website Haus-Selber-Bauen.com veröffentlichten Preise jederzeit aktuell sind.

Zu berücksichtigen ist dabei, dass es sich bei diesen Preisen um keine statistischen Werte handelt, sondern sondern um die tatsächlich erzielbaren Vergabepreise.

  • WENN sich also der Index der Baupreise innerhalb eines Zeitraums von beispielsweise fünf Jahren um rund 10 Prozent erhöhen würde, muss das in der Praxis nicht zwingend bedeuten, dass damit auch die tatsächlichen Vergabepreise um rund 10 Prozent höher sind.
  • Da die von den Baufirmen angebotenen Preise in der gängigen Praxis durch professionelle Preisverhandlungen zwischen Bauherr und Baufirma durchaus um mindestens 10 % reduziert werden können, können dadurch allfällige Preisänderungen innerhalb von einigen Jahren meistens zur Gänze wieder herein gebracht werden.

Damit es trotzdem zu keinen Unsicherheiten im Hinblick auf die Aktualität der auf der Website Haus-Selber-Bauen.com angegeben Preise kommt, werden diese sicherheitshalber immer nach 3 bis 5 Jahren überprüft und bei Bedarf aktualisiert. Konkret bedeutet das:

Die auf der Website angeführten Preise sind mindestens 3 Jahre lang gültig, unter Umständen auch viel länger.

 FAZIT:  Statistische Baupreise, die sich aufgrund der Annahmen von statistischen Ämtern und der damit verbundenen Indexerhöhungen theoretisch ergeben, sollten nicht mit den Preisen verwechselt werden, die durch ein professionelles Baumanagement im Rahmen der Auftragsvergaben erzielt werden können.

Darüber hinaus sind die (erzielbaren) Preise gerade im privaten Hausbau immer von vielen individuellen Faktoren abhängig. Beispielsweise von der Bonität des Auftraggebers, vom Auftragsvolumen, vom Zeitpunkt der Auftragsvergabe, vom Zeitraum der Baudurchführung und von vielen anderen "Umständen", die eine mehr oder weniger starke Auswirkung auf die tatsächlichen Preise haben können - und in der Regel auch haben.

Was genau ist der Baukostenindex?

Der Baukostenindex (BKI) verfolgt monatlich die Entwicklung der vom Bauunternehmer (Baumeister, Professionisten) zu tragenden Kosten für Material und Lohn im Rahmen der Ausführung des Bauvorhabens.

Konkret bedeutet das: Durch die monatliche Erfassung und Beobachtung der Preisentwicklungen der im Bauprozess eingesetzten repräsentativen Produktionsfaktoren kann festgestellt werden, wie sich die Material- und Lohnkosten für die Bauunternehmen im Laufe der Zeit verändern.

Was genau ist der der Baupreisindex und was sagt dieser aus?

Der Baupreisindex (BPI) gibt quartalsweise die Entwicklung der Marktpreise für repräsentative Bauleistungen wider.

Konkret bedeutet das: Hier werden vom Bauherrn an den Bauunternehmer zu zahlende Endabnehmerpreise für die Erbringung von repräsentativen Bauleistungen beobachtet. Im Gegensatz zum Baukostenindex zeigt der Baupreisindex durch die quartalsweise Beobachtung von Marktpreisen die Entwicklung der von den Bauherren für die Bauarbeiten zu zahlenden Preise entsprechend der aktuellen Situation in der Bauwirtschaft.

Dieser Index berücksichtigt dabei nicht nur die Kostenentwicklung der im Bauprozess eingesetzten Produktionsfaktoren wie zum Beispiel Material-, Lohn-, Transport- oder Energiekosten, sondern auch Veränderungen der Produktivität oder der Gewinnspanne der Bauunternehmen.

  • Gerade bei privaten Bauvorhaben ist aber vor allem die Gewinnspanne der vermutlich größte "Risikofaktor" bei der Beurteilung der Indexzahlen. Und dass bei privaten Auftraggebern anders kalkuliert wird als bei öffentlichen Bauvorhaben oder Gewerbebauten, ist auch kein Geheimnis.

Ganz im Gegenteil: Jeder weiß heute, dass ausgerechnet private Bauherrn durchwegs die "schlechtesten" Konditionen bekommen. Die einzige Möglichkeit, die ein privater Bauherr hat, um ebenfalls von den niedrigeren "Großhandelspreisen" zu profitieren, ist übrigens die immer wieder viel zitierte professionelle Bauausschreibung.

Zu Gewinnanteile siehe auch: Welche Index-Zahlen sind "richtig"?

 FAZIT:  Wenn ein privater Bauherr durch eine professionelle Bauabwicklung (Bauausschreibung und unabhängige Baubetreuung) die Errichtungskosten beispielsweise um durchaus realistische 15 bis 20 Prozent reduziert, kann der Baupreisindex ruhig einmal um "ein paar" Prozent steigen...

Wie wirkt sich ein höherer Baukostenindex auf die Baukosten für Ihr Bauvorhaben aus?

Eigentlich gar nicht - zumindest nicht wesentlich. Würde sich ein geänderter Baukostenindex auf Ihr Bauvorhaben nachteilig auswirken, müsste das im Umkehrschluss nämlich auch bedeuten, dass der wirtschaftliche Erfolg eines Bauvorhabens von irgendwelchen Index-Zahlen abhängig ist - was allerdings nur sehr bedingt bis gar nicht zutrifft.

Der Erfolg (nicht nur) eines privaten Bauvorhabens ist vielmehr immer noch davon abhängig, wie professionell ein Bauprojekt abgewickelt wird. Wie das geht, ist im vermutlich wichtigsten Hausbau-Ratgeber überhaupt - dem Gratis-eBook Die ultimative Hausbau Erfolgsformel - ganz genau beschrieben. 

Wenn Sie den vielleicht wichtigsten Hausbau-Ratgeber überhaupt schon heruntergeladen haben, sollten Sie am besten gleich wieder einmal einen Blick hineinwerfen. Und falls Sie mein Gratis-eBook noch nicht kennen, spricht sicher nichts dagegen, die Anforderung am besten jetzt gleich nachzuholen...

HINWEIS: Um keine unnötige Verwirrung zu stiften, wird hier bewusst darauf verzichtet, die tatsächlichen Preisentwicklungen bzw. die Veränderung der Baupreise im Verlauf der Jahre detailliert darzustellen.

Sie dürfen aber mit gutem Gewissen davon ausgehen, dass bei der Veröffentlichung der auf dieser Website angegebene Preise immer auch der aktuelle Baukostenindex berücksichtigt wurde und damit in den Preisen eingerechnet ist.

Was sind "Vergleichende Preisniveaus des Endverbrauchs der privaten Haushalte"?

Die vom Statistischen Amt der EU (Eurostat) veröffentlichten Index-Tabellen mit der sperrigen Bezeichnung Vergleichende Preisniveaus des Endverbrauchs der privaten Haushalte geben Auskunft über die Kaufkraft der verschiedenen Länder. Konkret wird damit jedes Jahr dokumentiert, wie viel etwas in den verschiedenen Ländern im Vergleich zum EU-Durchschnitt kostet.

Der EU-Durchschnitt stellt dabei den Vergleichswert EU28 = 100 dar. Auf dieser Website wird dieser Vergleichswert-Index als VPN-Index = 100 bezeichnet. Aber egal, wie der Index nun tatsächlich heißt - da der Vergleichswert immer "100" ist, kann damit ganz einfach berechnet werden, wie hoch die Baupreise in jedem Land im Vergleich zum EU-Durchschnitt sind.

Genau diese Kaufkraftparitäten sind also die Grundlage für die auf dieser Website angegeben Baupreise und gleichzeitig auch der Ausgangspunkt für die Umrechnung auf die für IHR Land gültigen Preise.

 Die aktuellen Index-Zahlen "Vergleichende Preisniveaus" werden auf der Website der EU-Kommission von Eurostat veröffentlicht. Die Eurostat (auch ESTAT) ist das Statistische Amt der Europäischen Union und zuständig für die Zusammenfassung der von den statistischen Ämtern der EU-Länder zur Verfügung gestellten Daten.

Da die Index-Zahlen vor allem für das Aktualisieren der in den Hausbaukostenbuch-Editionen Silber Premium und Gold Professional enthaltenen Excel-Datei von Bedeutung sind, sind die Direkt-Links zur EU-Kommission Eurostat sicherheitshalber nur auf der Hausbaukostenbuch-Infoseite zu finden.

Welche Informationen liefert die Website der EU-Kommission Eurostat?

Wenn Sie über einen der zur Verfügung gestellten Links zur Website Eurostat klicken, kommen Sie zuerst einmal zur Tabellenansicht mit den übersichtlich nach Ländern aufgelisteten Indexwerten. Links oben können Sie über die selbsterklärenden Reiter (Tabs) aber auch zu anderen Ansichten wechseln und zwar zur grafischen Darstellung der Index-Werte oder zur Landkarte mit allen markierten EU-Ländern.

So schaut die Tabellenansicht aus:

Baukostenindex EU - Tabelle KaufkraftQuelle: Eurostat

So schaut die grafische Darstellung aus:

Baukostenindex EU - Grafische Darstellung der KaufkraftQuelle: Eurostat

Und so schaut die Landkarte mit den markierten Ländern aus. Wenn Sie auf der Webseite von Eurostat den Mauszeiger über die Landkarte bewegen, werden für jedes Land die aktuellen Indexzahlen angezeigt.

Baukostenindex EU - Landkarte LänderQuelle: Eurostat

Was ist der EU28 VPN-Index  = 100 und wie werden die Preise auf IHR Land umgerechnet?

Dieser vom Statistischen Amt der EU veröffentlichte Index für Vergleichende Preisniveaus  (VPN)  - daher die Bezeichnung EU28 VPN-Index - wird von der EU grundsätzlich für JEDES Jahr mit "100"  festgelegt.

Beispielsweise Index 2004=100, 2009=100, 2012=100 oder 2016=100 und so weiter und so fort. Dadurch ist es möglich, die Preisunterschiede der verschiedenen Länder in verschiedenen Jahren zu dokumentieren.

Auf dieser Website geht es allerdings darum, nur die aktuellen Baupreise der verschiedenen Länder zu vergleichen. Der Vergleichs-Index wird daher hier keinem bestimmten Jahr zugeordnet, sondern der Einfachheit halber schlicht und einfach ganz neutral als VPN-Index = 100 bezeichnet. "VPN" ist übrigens keine "offizielle" Bezeichnung, sondern nur eine hier verwendete Kurzform. Aber egal, wie der Index nun tatsächlich heißt:

  • Mit "VPN-Index = 100" wird auch zum Ausdruck gebracht, dass es sich dabei um einen Durchschnittswert handelt. Aus nachvollziehbaren Gründen können auf dieser Website nämlich nicht für jedes einzelne Land eigene Preise angegeben werden.
  • Daher stellen die auf dieser Website veröffentlichten Preise und Kosten "nur" Durchschnittswerte dar, die im gesamten EU-Raum erhoben wurden. Die auf dieser Website angeführten Preise stellen also den jeweils aktuellen Vergleichswert VPN-Index = 100 dar.

Um die Hausbaupreise nun auf IHR Land umzurechnen, müssen die erhobenen und auf dieser Website angegebenen EU-Durchschnittspreise für die Errichtung eines bezugsfertigen Einfamilienhauses lediglich dem jeweils gültigen Landes-Index angepasst werden.

Ausgangspunkt und Basis für alle Preisumrechnungen ist daher immer genau dieser  Index:

EU28 VPN-Index = 100

Wie die Umrechnung der Hausbaupreise auf IHR Land erfolgt, zeigt das hier unten angeführte Muster-Beispiel für Deutschland.

Flagge

Land

VPN-Index

Hauspreis in EUR

Baukostenindex Deutschland

Deutschland 

103,3

241.308,--

Baukostenindex - Abweichung vom EU-Durchschnitt

Abweichung IHRER Hausbau Kosten in % von den EU-Durchschnittspreisen

+ 3,3%

Baukostenindex EU 28 Länder

EU 28 Länder

100

233.600,--

Baukostenindex Deutschland

Deutschland 

VPN-Index

103,3

Hauspreis in EUR

241.308,--

Baukostenindex - Abweichung vom EU-Durchschnitt

Abweichung IHRER Hausbau Kosten in % von den EU-Durchschnittspreisen

+ 3,3%

Baukostenindex EU 28 Länder

EU 28 Länder

VPN-Index

100

Hauspreis in EUR

233.600,--

Zur Erklärung: In der Tabelle hier oben sehen Sie den VPN-Index IHRES Landes (Beispiel: Deutschland) im Vergleich zum EU 28 Index.

Das bedeutet: Die Hausbaupreise in Deutschland sind aktuell um 3,3 % höher als die im gesamten EU-Raum erhobenen Durchschnittspreise und damit auch um 3,3% höher als die auf der Website angegeben Preise.

 WICHTIG!   Die Umrechnung der Hausbaupreise auf IHR Land ist NUR über das Hausbaukostenbuch im Dateiformat XLS (Excel) möglich. Bei Verwendung des Hausbaukostenbuchs im Dateiformat PDF müssen die Preise bei Bedarf "händisch" dem jeweils aktuellen Indexwert angepasst werden. 

Wie werden die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze innerhalb der EU bewertet?

Die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze innerhalb der EU werden bei meinen Preisen der Einfachheit halber NICHT extra bewertet. Warum?

Weil die Unterschiede bei den Mehrwertsteuersätzen (zwischen 17% und 25% bzw. durchschnittlich rund 21,5%) innerhalb der EU so gering sind, dass diese keine wesentliche Auswirkung auf meine RICHTPREISE haben. Alleine zwischen Deutschland und Österreich beträgt der Unterschied bei der Mehrwertsteuer nur 1%. 

Da bei Preisverhandlungen im Zuge der Auftragsvergabe für die Durchführung der Baumeisterarbeiten für die Errichtung eines bezugsfertigen Einfamilienhauses immer Rabatte oder Nachlässe  erzielt werden, die bei mindestens 5 % liegen, kann die Differenz der unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze somit unberücksichtigt bleiben.

Lediglich in der Schweiz ist durch die wesentlich niedrigere Mehrwertsteuer der jeweils aktuelle Baukostenindex zu reduzieren, um die Differenz zwischen dem durchschnittlichen Steuersatz der EU und der Schweiz auszugleichen. 

Sind die Indexzahlen auch für die Schweiz aktuell?

Baukostenindex Schweiz

Kurz und bündige Antwort: JA. Allerdings muss ein "Ausgleich" für den niedrigeren Mehrwertsteuersatz in der Schweiz vorgenommen werden.

Da der Mehrwertsteuersatz der Schweiz mit 7,7% deutlich unter dem EU-Durchschnitt liegt, muss bei den auf der Website veröffentlichten HSB-Preisen zum Ausgleich der von der EU veröffentlichte Index-Wert entsprechend reduziert werden. In der Praxis bedeutet das:

Der aktuelle (2016) Index für die Schweiz beträgt 161,2. Die auf der Website angegebenen HSB-Preise müssten daher zuerst um 61,2% erhöht und dann wieder um die erhöhte Differenz bei der Mehrwertsteuer reduziert werden. Die Differenz zwischen dem Mehrwertsteuer EU-Durchschnitt (22,0%) und der Schweizer Mehrwertsteuer (7,7%) beträgt 14,3%.

  • Um das Umrechnen meiner Preise für die Bauherren aus der Schweiz zu vereinfachen, kann daher die Indexzahl für die Schweiz von 161,2 auf 147 reduziert werden (161,2 - 14,3 = 146,9, das sind gerundet 147) .

 KONKRET:  Für Bauherren aus der Schweiz ist es ausreichend, wenn alle auf der Website veröffentlichten HSB-Preise um 47% erhöht werden. Damit sind dann die Unterschiede bei der Mehrwertsteuer ausgeglichen. Mathematisch stimmt das zwar nicht ganz genau - hier muss aber auch niemand „päpstlicher als der Papst sein“.

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