Ihr erster Vorentwurf als Grundlage für alle weiteren Schritte der Hausplanung

"Wie Sie Ihre Vorstellungen vom eigenen Haus für die Hausplanung dokumentieren und herausfinden, was sich tatsächlich umsetzen lässt."

Der wichtige Vorentwurf als Grundlage für die bevorstehende Entwurfsplanung

Ihre Ausgangssituation

Sie wissen, dass die Planung Ihres Hauses mit einem ersten Vorentwurf beginnt. Und weil es nicht immer einfach ist, seine Gedanken so zu beschreiben, dass sich auch ein anderer etwas darunter vorstellen kann, lassen Sie lieber Bilder sprechen...

Dazu haben Sie alle möglichen Informationsquellen genutzt.

Traumhäuser im Internet angeschaut. Hauskataloge studiert. Musterhäuser besichtigt. Zeitschriften nach Ideen durchforstet.

Ihre Nachbarschaft durchstreift., um Häuser zu entdecken, die auch Ihnen gefallen würden.

Außerdem haben Sie auch die Gelegenheit genutzt, um sich im Internet auf die Reise zu den schönsten Traumhäusern der Welt zu machen. Und nach dieser spannenden Reise haben Sie sich nun für eine bestimmte Wohnform entschieden. Sie wissen also mittlerweile ziemlich genau, wie Sie sich Ihr eigenes Haus vorstellen.

Was jetzt noch fehlt: Die Dokumentation Ihrer Wünsche und Träume. Sie müssen also Ihrem Planer Material liefern.

Sammeln Sie Fotos und Unterlagen über IHREN ausgewählten Haustyp

Greifen Sie zurück auf die Informationsquellen, wo Sie genau die Häuser, Wohnformen und Hausdetails entdeckt haben, die Ihren Vorstellungen vom eigenen Haus am nächsten gekommen sind.

Da Sie nach Ihrer Reise durch die Welt der Einfamilienhäuser ab jetzt vor allem solche Häuser im Kopf haben, die Ihrem bevorzugten Haustyp sehr ähnlich sind, wird es Ihnen nicht schwerfallen, die richtigen Unterlagen über Ihr Traumhaus wieder zu finden.

Fertigen Sie eine Traumhaus-Collage mit allen für Sie wichtigen Details an

Fotos ausdrucken, ausschneiden und aufkleben. Erstellen Sie aus den für Ihren Vorentwurf gesammelten Fotos eine aussagekräftige Collage über die wichtigsten Bereiche  Ihres erträumten Hauses.

Da es nur selten Häuser gibt, wo alles genau Ihren Vorstellungen entspricht, verwenden Sie am besten für jeden Bereich immer einen Ausschnitt aus einem anderen Foto.

  • Außenansichten
  • Eingangsbereich
  • Küche
  • Wohnbereich
  • Lieblingszimmer
  • Terrasse
  • Garage
  • Bodenbeläge
  • Badezimmer
  • Alles, was für SIE wichtig ist.

Schneiden Sie also aus den vorhandenen Fotos die Bereiche aus, die Ihnen am besten gefallen und kleben Sie diese dann auf ein großes weißes Blatt Papier, auf einen passenden Karton oder auf mehrere Seiten verteilt in ein Notizbuch.

Bauen Sie für den Vorentwurf Ihr Traumhaus wie ein Puzzle zusammen - unabhängig davon, ob die einzelnen Teile nach Form oder Größe zusammenpassen oder nicht.

  • Beschriften Sie Details mit Buntstiften.
  • Malen Sie etwas dazu.
  • Streichen Sie uninteressante Sachen weg. 

Alles Wichtige dokumentieren

Am Ende soll Ihre bunte Foto-Collage die Grundlage für den Vorentwurf sein und Auskunft darüber geben, wie Sie sich im Wesentlichen Ihr Traumhaus optisch vorstellen. Obwohl es bei dieser Collage noch nicht um Details geht, sollten Sie neben den wichtigen Bereichen schlicht und einfach alles dokumentieren, was Ihnen gefällt.

  • Haustüre, Fassaden-Farben, Fensterflächen, Sonnenschutz, Überdachungen, verschiedene Materialien, Zäune, Garagentore oder was auch immer.
  • Oft wird Ihnen von einem Hausfoto vielleicht nur ein einziges Detail gefallen, alles andere wiederum finden Sie nicht so gut. Egal - dokumentieren Sie genau dieses einzige Detail.
  • Möglicherweise gefallen Ihnen bestimmte Teile von völlig verschiedenen Haustypen, auch wenn diese Häuser völlig verschiedene Baustile oder Bauweisen haben. Egal - dokumentieren Sie genau diese bestimmten Teile.

  • Falls Ihnen ein Haus zu exklusiv erscheint, weil Sie sich SO ein Haus ohnehin nie leisten können. Egal - es kommt immer nur auf einzelne Teile an, die Ihnen gefallen und die in irgendeiner Form bei jeder Hausplanung berücksichtigt werden können.

Überprüfen, ob sich IHRE Wünsche mit jenen aller zukünftigen Hausbewohner decken

Diesen Schritt sollten Sie möglichst bald in Angriff nehmen. Vor allem dann, wenn Sie - aus welchen Gründen auch immer - bisher ganz alleine von Ihrem ganz persönlichen Traumhaus geträumt haben.

Falls Sie nicht ohnehin mit Ihrem Lebenspartner schon von Anfang an alles gemeinsam ausgesucht haben, macht es Sinn, sich rechtzeitig zu vergewissern, ob Ihre Träume in die richtige Richtung gehen.

Ihr zukünftiges Leben

Wenn jemand so wohnen will...

Ihr zukünftiges Leben

und der andere so...

Es wäre jedenfalls schade, wenn Sie Ihre Energie für die Planung eines bestimmten Haustyps verschwenden, der von den anderen Bewohnern, die sich am Hausbau beteiligen werden, grundsätzlich abgelehnt wird.

Unterschiedliche Vorstellungen?

Sollten die anderen zukünftigen Hausbewohner gänzlich andere Vorstellungen von einem Traumhaus haben, gibt es nur eine Möglichkeit:

Am Ende wird dann verglichen, ob es Gemeinsamkeiten gibt, auf die im wahrsten Sinne des Wortes gebaut werden kann. Ihr gemeinsames Ziel: Von Anfang an glückliche Bauherren sein, die sich gemeinsam auf das neue Haus freuen.

Keine gemeinsame Einigung möglich?

Wenn innerhalb der Familie keine Einigung über das optische Erscheinungsbild des gemeinsam erträumten Traumhauses erzielt werden kann, macht auch ein erster Vorentwurf (noch) keinen Sinn. Was tun?

In diesem Fall muss zuerst innerhalb der Familie und der Entscheidungsträger demokratisch entschieden werden, WER die Entscheidung treffen soll.

Da es bei der Entscheidung, ein eigenes Haus bauen zu wollen, um eine sehr große Investition geht, sollte aber in jedem Fall noch einmal intensiv darüber nachgedacht werden, ob zum derzeitigen Zeitpunkt der Start eines Hausbauprojektes überhaupt Sinn macht.

Oder ob mit dem ersten Vorentwurf nicht besser noch so lange gewartet wird, bis ein gemeinsamer Weg beschritten werden kann.

Informieren Sie sich bei der zuständigen Baubehörde, was Sie bauen DÜRFEN

Nachfragen, was gebaut werden darf. Dieser Schritt ist nur dann erforderlich, wenn Sie - aus welchen Gründen auch immer - bereits ein Baugrundstück besitzen oder wenn für Sie die Errichtung eines Hauses nur in einer ganz bestimmten Wohngegend infrage kommt.

In beiden Fällen sollten Sie möglichst bald mit der zuständigen Baubehörde Kontakt aufnehmen und sich unbedingt vor der Erstellung des ersten Vorentwurfs über die geltenden oder einzuhaltenden Bebauungs-Bestimmungen erkundigen.

  • Durch die rechtzeitige Kontaktaufnahme mit der zuständigen Baubehörde tragen Sie wesentlich dazu bei, allfällige Missverständnisse schon von Anfang an auszuräumen.

Wenn Sie rechtzeitig nachfragen, was erlaubt ist und was nicht, sparen Sie jedenfalls viel Zeit, weil Sie sich dann nur mehr auf das konzentrieren können, was Sie tatsächlich bauen dürfen.

Es wäre jedenfalls reine Zeitverschwendung und auch sonst sehr schade, wenn Sie aus Unwissenheit einfach davon ausgehen, in jedem Fall Ihr erträumtes Traumhaus bauen zu können, obwohl die gesetzlichen Bestimmungen dagegen sprechen.

Wie geht es weiter mit dem Vorentwurf? Mit Ihren persönlichen Wohnbedürfnissen...

Was jetzt noch folgt, ist spannend. Möglicherweise auch etwas ernüchternd.

Ihr Weg vom Traum zur Wirklichkeit ist nämlich noch nicht zu Ende. Vielmehr stehen nun Entscheidungen an, die an dieser Stelle nicht mehr aufgeschoben werden dürfen.

Konkret bedeutet das für Sie, dass Sie prüfen, herausfinden und klären müssen, ob sich Ihre Träume vom eigenen Haus auch tatsächlich umsetzen lassen.

  • Was Sie eigentlich wollen.
  • Und was Sie tatsächlichen brauchen.
  • Wie viel Ihr Haustraum kosten würde.
  • Und wie viel Haus Sie sich tatsächlich leisten können.

Um Antworten auf genau diese Fragen zu bekommen, müssen Sie zuerst einmal die vielleicht schwierigste Hausaufgabe auf Ihrem gesamten Weg zum eigenen Haus erledigen:

  • Sie müssen Ihre konkreten Wohnbedürfnisse ermitteln.

Um welche Bedürfnisse es überhaupt geht und wie Sie das für Sie wichtigste Wohnbedürfnis finden, lernen Sie auf einer eigenen Seite. Wenn Sie alles richtig machen und die Sache ernst nehmen, wird Sie das mit großer Wahrscheinlichkeit vor unliebsamen Überraschungen bewahren.

Nehmen Sie sich also genug Zeit und beschäftigen Sie sich intensiv mit Ihren Hausbau-Träumen. Denken Sie dabei nicht nur an heute, sondern auch an morgen. Immerhin geht es beim Hausbau um die vermutlich größte Einzel-Investitionin Ihrem ganzen Leben.

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