Bauauftrag vergeben: Die gesamte Hausbau-Planung auf den Punkt gebracht

ALLES ist vorbereitet und  endlich kann der Bauauftrag vergeben werden - es fehlen nur noch die Unterschriften der Vertragspartner. Dieser wichtigste und alles entscheidende Augenblick wird von jedem Bauherrn sehnsüchtig erwartet. Bedeutet dieser Moment doch, dass damit die anstrengenden und oft auch sehr mühsamen Vorbereitungsarbeiten endlich ein Ende haben.

Bauauftrag vergeben

Gleichzeitig bedeutet der Zeitpunkt der Auftragsvergabe aber auch, dass ab jetzt die Dinge Ihren Lauf nehmen und die Rahmenbedingungen für die Errichtung Ihres Traumhauses endgültig abgesteckt wurden.

Wenn Sie als Bauherr einmal Ihre Unterschrift unter das Auftragsschreiben gesetzt haben, gibt es ab diesem Zeitpunkt also auch kein Zurück mehr, was allerdings ohnehin der Zweck eines Vertrags ist - auch eines Bauvertrags.

Sofern alle Vorbereitungsarbeiten für die Vergabe des Bauauftrags zur Errichtung Ihres Einfamilienhauses von Ihrem professionellen Baubegleiter in die Wege geleitet wurden, dürfen Sie aber jedenfalls mit gutem Gewissen davon ausgehen, dass alles wie vereinbart schriftlich besiegelt wird und alles seine Richtigkeit und Ordnung hat.

Immerhin waren wochen-, vielleicht sogar monatelange Planungsleistungen nötig, um schlussendlich soweit zu sein, den Bauauftrag vergeben zu können - im Idealfall an den am besten geeigneten Generalunternehmer. Oder an den Totalunternehmer oder jeden beliebigen anderen Kompletthaus-Anbieter.

Sie selbst haben ebenfalls einen wesentlichen Beitrag zum bevorstehenden, krönenden Abschluss der Hausbau-Planung geleistet:

  • Sie haben vorgegeben, was Sie konkret haben wollen, wo Sie in Zukunft wohnen möchten, wie viel alles höchstens kosten darf, welche Qualitäten, Produkte und Materialien ausgeführt werden sollen und wann Sie spätestens einziehen müssen.
  • Und alle Ihre Vorgaben wurden von Ihrem Baubegleiter oder Bauberater professionell umgesetzt und in das Auftragsschreiben integriert.

 AUF DEN PUNKT GEBRACHT: 

Wenn das bisher Gelesene auch auf Sie zutrifft, können Sie das als Bestätigung Ihrer eigenen, richtigen Vorgehensweise betrachten. Andernfalls sollten Sie sich lieber noch einmal Gedanken darüber machen, ob SIE tatsächlich schon dazu bereit sind, den Bauauftrag vergeben zu können. Nämlich genauso, wie das ein Bauexperte tun würde.

Wenn Sie auch nur ansatzweise unsicher sind, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um einen in jeder Hinsicht sicheren Bauvertrag abschließen zu können UND welche konkreten Vertragspunkte enthalten sein müssen, hilft Ihnen diese Info-Seite weiter...


Der einzige Zeitpunkt, den Bauauftrag vergeben zu können...

WENN Sie alle Vorbereitungsarbeiten, die notwendig waren, um den genauen Leistungsumfang für den Bau Ihres Traumhauses festzulegen, gewissenhaft erledigt haben, können die Vorbereitungen zum Abschluss gebracht werden. Der einzig mögliche Zeitpunkt für die Auftragsvergabe ist daher erst dann gekommen, wenn Sie Ihre Hausaufgaben erledigt haben.

Ob Sie alle Schritte der Vorbereitungsphase tatsächlich selbst durchgearbeitet haben oder ob Sie vernünftigerweise schon von Anfang an auf die Unterstützung eines Baubegleiters oder Bauberaters gesetzt haben, spielt nun keine Rolle mehr.

Tatsache ist, dass JETZT die Zeit gekommen ist, um sprichwörtlich Nägel mit Köpfen zu machen und den rechtsgültigen und verbindlichen Bauauftrag zu vergeben. Im Idealfall nehmen Sie auch dazu die Hilfe eines professionellen Baufachmannes in Anspruch und dieser wird nun den bis ins kleinste Detail vorbereiteten Bauauftrag vergeben.

  • Von dieser in jeder Hinsicht empfehlenswerten Variante wird auch hier in diesem Lern-Modul ausgegangen. Alles andere wäre nicht professionell und würde früher oder später nur zu Problemen führen.

Informieren Sie sich also hier, welche grundsätzlichen Vorleistungen Ihr Baubegleiter erbringen muss, um bis zur Auftragsvergabe zu kommen, bei der schlussendlich SIE persönlich das Auftragsschreiben unterschreiben werden.

 WICHTIG:

Wenn Sie KEINEN professionellen Baumanager mit der Abwicklung Ihres Bauvorhabens betraut haben, sollten Sie das Vertragswerk IMMER von einem Rechtsanwalt prüfen lassen - ohne Wenn und Aber!  

WER konkret den Auftrag für die Errichtung Ihres Einfamilienhauses bekommt, hängt davon ab, wie und von wem Ihr Bauvorhaben organisiert und abgewickelt wird. Welche Möglichkeiten Sie haben, Ihr Haus bauen zu lassen, lesen Sie bei Bedarf in den "Grundlagen" nach. Sie finden dort diese auf den Punkt gebrachten Informationen:

Unabhängig davon, ist die Vorgangsweise bei der Auftragsvergabe aber im Wesentlichen immer gleich. Um das Ziel, nämlich den Bauauftrag vergeben zu können, zu erreichen, müssen vorher in der richtigen Reihenfolge mehrere aufeinander abgestimmte Schritte erledigt werden.

 NICHT VERGESSEN: 

Ihnen muss jedenfalls klar sein, dass der Bauauftrag von Ihnen persönlich unterschrieben werden muss. Alles andere können andere für Sie erledigen. Der Baubegleiter kann die Vertragstexte optimieren und der Rechtsanwalt ist verantwortlich für die passenden Formulierungen.

Die eigenhändige Unterschrift muss allerdings immer der Bauherr leisten.

Das bedeutet auch, dass immer nur Sie der alleinverantwortliche Auftraggeber und Zahler sind.

Alle wesentlichen Schritte bis zur Auftragsvergabe in der richtigen Reihenfolge

Die alles entscheidende Wegstrecke auf Ihrem Weg zum eigenen Haus ist jene bis zur Auftragsvergabe. Alles, was Sie bis dahin unternehmen, hat daher nur einen einzigen Zweck: Die Grundlagen für die Vergabe des Bauauftrages zu schaffen. Erst dann, wenn Sie so weit sind, den Bauauftrag vergeben zu können, haben Sie das mit Abstand wichtigste Hausbau-Ziel überhaupt erreicht.

Schritte Bauauftrag vergeben

Hier weiter unten nun alle wesentlichen Schritte von der ersten Entscheidung, ein eigenes Haus haben zu wollen bis zur Auftragsvergabe, wobei auf eine detaillierte Beschreibung bewusst verzichtet wird, weil die meisten Punkte bereits Gegenstand der jeweiligen Lern-Module sind.

Klarstellungen...

1. Obwohl es dringend empfehlenswert ist, den Weg zum eigenen Haus nur in Begleitung eines professionellen Baubegleiters zu gehen, spielt es keine wesentliche Rolle, WER die erforderlichen Schritte setzt. Ob SIE als Bauherr oder Ihr BAUBEGLEITER ist daher weitgehend nebensächlich.

  • Fakt ist, DASS die einzelnen Schritte in jedem Fall erforderlich sind.

2. Obwohl es in bestimmten Fällen Sinn macht, den Auftrag für die Errichtung des geplanten Hauses an einen General- oder Totalunternehmer zu vergeben, wir hier davon ausgegangen, dass nur 1 Bauauftrag vergeben wird und zwar jener für die Errichtung des Rohbaus.

Warum? Weil bei einer professionellen, durch einen Baumanager organisierten Bauabwicklung jedes Gewerk separat ausgeschrieben und auch beauftragt wird. Damit wiederholt sich demnach die Auftragsvergabe bei den Ausbau- und Haustechnik-Gewerken nach dem gleichen Schema wie hier beschrieben.

 Wesentliche Schritte bis zur Auftragsvergabe im Detail

Voraussetzung für den ersten Schritt: Sie haben die grundsätzliche Entscheidung hinsichtlich Wohnform und Haustyp getroffen.

SCHRITT 01 - Genaue Festlegung durch den Bauherrn, welche Anforderungen das geplante Haus erfüllen muss

SCHRITT 02 - Ermittlung der Gesamtbaukosten, mit denen bei der Realisierung des geplanten Hauses gerechnet werden müssen

SCHRITT 03 - Finanzierung des gesamten Bauprojektes

SCHRITT 04 - Beauftragung Ihres Baubegleiters

SCHRITT 05 - Sofern noch nicht vorhanden: Kauf des Baugrundstücks

SCHRITT 06 - Entwurfsplanung / Haus entwerfen lassen

SCHRITT 07 - Baugenehmigungs- und Ausführungs-Planung

SCHRITT 08 - Bemusterung und Festlegung der Ausführungs-Standards und Materialqualitäten

SCHRITT 09 - Erstellung Leistungsverzeichnis für alle Gewerke

SCHRITT 10 - Bauausschreibung erstellen und Angebote einholen

SCHRITT 11 - Angebotsvergleich und Ermittlung Bestbieter

SCHRITT 12 - Vergabeverhandlungen mit besten drei Bietern

SCHRITT 13 - Bauauftrag vergeben

Zusammenfassung

Der Weg zum Bauauftrag ist ein sehr logischer - trotzdem halten sich die meisten Bauherren nicht (immer) an die nötigen Schritte. In jedem Fall gilt...

  • Ohne Bedarfsermittlung keine Finanzierung.
  • Ohne Finanzierung keine Planung.
  • Ohne Planung keine Ausführungsdetails.
  • Ohne Details keine Baubeschreibung.
  • Ohne Baubeschreibung kein Leistungsverzeichnis
  • Ohne Leistungsverzeichnis keine Bauausschreibung.
  • Ohne Bauausschreibung keine Angebote.
  • Ohne Angebote kein Bauauftrag.
  • Ohne Bauauftrag keine Bauleistung.
  • Ohne Bauleistung kein Haus.

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